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Nach Remis zum Rückrundenstart: SG Köndringen/Teningen tritt heute Abend bei der HSG Konstanz an

Den Rückrundenauftakt gegen den Tabellenletzten TuS Fürstenfeldbruck hatten sich die Drittliga-Handballer der SG Köndringen/Teningen (SG) anders vorgestellt. Nach schlechter erster Halbzeit mit vier Toren Rückstand, steigerten sich die Gelb-Schwarzen in Hälfte zwei enorm, lagen 39 Sekunden vor Spielende mit zwei Toren vorne, mussten sich am Ende aber mit einem Remis (33:33) zufriedengeben, das sich wie eine Niederlage anfühlte.   

Die junge Truppe aus Fürstenfeldbruck legte mit dem 0:1 vor und zog binnen sechs Minuten auf 2:5 davon. Wurfpech auf Seiten der SG begünstigte diesen frühen Rückstand. Unbeeindruckt davon glichen die Gelb-Schwarzen in der 9. Minute zum 9:9 aus. Vor allem Torhüter Vincent Lutz (16 Paraden!) erwies sich im Abstiegsduell als guter Rückhalt und nahm den Gästen auch den ein oder anderen freien Wurf ab. Im eigenen Angriff wusste vor allem Maurice Bührer – einmal mehr bester Werfer mit 13 Treffern – zu überzeugen, der immer wieder in gute Abschlusssituationen gebracht wurde und diese eiskalt zu nutzen wusste. Größere Probleme gab es in der Defensive, in der die SG-Akteure im Eins zu Eins oftmals das Nachsehen hatten. Zudem schlichen sich unnötige technische Fehler ins eigene Angriffsspiel ein, die die Gäste zu einfachen Gegenstoßtoren einluden. Nach einem 0:4-Lauf ging es für beide Teams beim Stand von 15:19 in die Kabinen. Die Devise nach der Halbzeit war klar: Die einfachen Fehler müssen abgestellt werden und die Abwehr musste wieder konsequenter verteidigen, um den Gästeangriff vor Probleme zu stellen. Letzteres zeigte direkt Wirkung. Die „Brucker Panther“ mussten deutlich mehr Kraft investieren, um sich Torchancen zu erarbeiten. Auch der eigene Angriff fand zunehmend besser ins Spiel, von kurzen Schwächephasen mal abgesehen. Beim 25:25 in der 44. Minute war die SG wieder auf Augenhöhe und das Momentum schien auf Seiten der Hausherren. Doch die Gäste wehrten sich jedoch und zogen mit zwei schnellen Treffern auf 25:27 davon. Cheftrainer Ivan Mlinarevic intervenierte sofort mit einer Auszeit, um einen deutlicheren Rückstand zu verhindern – mit Erfolg. Die SG kämpfte sich zurück und stellten mit dem 27:27 erneut auf pari. Nun entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Über das 28:28 und 29:29 bis hin zum 31:31 in der 57. Minute wechselte die Führung ständig. Zwei eigene Treffer sorgten schließlich für das 33:31 bei noch 39 verbleibenden Sekunden. In der Halle glaubten nun alle an einen sicheren Sieg der Gelb-Schwarzen. Doch es kam anders. Die Gäste verkürzten erwartungsgemäß schnell auf 32:33 und durch einen überhasteten Abschluss der SG, bekam der Gegner die Chance zum Ausgleich und nutzte diese eiskalt. Die Uhr zeigte 59:59, als das 33:33 fiel. Danach prallten zwei Gefühlswelten aufeinander: Die Brucker jubelten über den Punktgewinn in letzter Sekunde, während den SG-Akteuren die Enttäuschung deutlich anzusehen war.

Blick nach vorne richten

Auch die Neuzugänge Philipp Hufschmidt (TuS Schutterwald), Jan Ecker von der JSG Balingen-Weilstetten (wir berichteten) und Kreisläufer Adam Petric, der letzte Woche vom Schweizer Erstligisten Kadetten Schaffhausen verpflichtet wurde, kamen zum Einsatz. Nach der kurzen Eingewöhnungszeit konnten sie erwartungsgemäß aber noch keine Akzente setzen. Nach der schmerzlichen Niederlage heißt es nun den Blick nach vorne zu richten. Das Ziel Klassenerhalt bleibt weiterhin erreichbar. Am Samstag will die SG beim Aufstiegsaspiranten HSG Konstanz, der weit hinter seinen Erwartungen zurückbleibt, den nächsten Anlauf nehmen. Anwurf ist um 20 Uhr. SG/Thomas Gaess