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Auf ein gutes Jahr 2026

 „Begrüße das neue Jahr ohne Vorbehalte, dann hast Du es schon halb gewonnen“

Freiburg-Opfingen. Zu Beginn eines jeden Jahres finden in vielen Orten die traditionellen Neujahrsempfänge statt. Den Auftakt am Tuniberg machte Opfingen. Die hohe Dichte an lokaler Politprominenz in der voll besetzten Tuniberghalle deutete auf die in Kürze anstehenden Wahlen hin.

Nach einer schwungvollen musikalischen Begrüßung durch den Musikverein Opfingen konnte Verwaltungsleiterin Gabriela Kappeler neben Oberbürgermeister Martin Horn und Landtagsabgeordneter Gabi Rolland zahlreiche Mitglieder des Freiburger Gemeinderats und der Tuniberger Ortschaftsräte sowie Ortsvorsteher verschiedener Ortsteile begrüßen. Das Motto des Abends stehe dabei sinnbildlich für das gesamte Jahr: „Begrüße das neue Jahr ohne Vorbehalte, dann hast Du es schon halb gewonnen.“
Ortsvorsteherin Silvia Schumacher schlug einen Bogen vom Titel des Eröffnungslieds zur Ortschaft Opfingen: „Ein Leben lang an Deiner Seite gilt für unsere kleine Wohlfühloase in Zeiten globaler Krisen mehr denn je.“ Opfingen liege schließlich unter sämtlichen Freiburger Stadtteilen bei der Lebensqualität ausweislich der aktuellen Bürgerumfrage mit an der Spitze. „Wen wundert das schon?“ fragte die Ortsvorsteherin schelmisch in den Raum. Schließlich habe Opfingen eine gute Infrastruktur mit Gewerbe, Gastronomie und vielfältigen Freizeitangeboten, wenn auch Einiges zwischenzeitlich etwas in die Jahre gekommen sei.
Eine große Zahl von Vereinen und Zünften decke umfassend den sportlichen, musikalischen und kulturellen Bereich ab. Feuerwehr, DLRG und DRK leisten wertvolle Dienste, um die Sicherheit in unterschiedlichen Lebenssituationen zu gewährleisten. Damit dies funktioniere, bedürfe es zwei Dinge, betonte die Ortsvorsteherin: „Jemanden, der dies anbietet und jemanden, der diese Angebote auch annimmt“.
In Zeiten wie den aktuellen, wo die Gesellschaft auseinanderzudriften drohe, sei es daher notwendiger denn je, sich in das Gemeinwesen einzubringen. Trotz der grundsätzlich positiven Rahmenbedingungen merkte die Ortsvorsteherin schmunzelnd an: „Klar, es ist nie genug.“ Insbesondere bei der Schule und der Kleinkindbetreuung gebe es Luft nach oben, aber „auch hier tut sich etwas“. Oberbürgermeister Martin Horn richtete seinen Fokus auf den Gesamtkosmos der Stadt Freiburg: „Wir haben im gesamten Stadtgebiet hohe Zufriedenheitswerte in der Bürgerschaft“. Natürlich hätten globale Krisen auch Auswirkungen auf die kommunale Situation. Dennoch müsse man die Dinge konstruktiv angehen anstatt ständig schwarz zu malen: „Wer über Probleme redet, bekommt Probleme. Wer über Lösungen redet, bekommt Lösungen“. In diesem Zusammenhang widersprach der OB dem Klischee des „armen“ (Freiburger) Westens und des „reichen“ Ostens: „Wir investieren seit Jahren immens in die Infrastruktur im Westen der Stadt. Es sind viele Millionen in das Westbad geflossen, es werden viele Millionen in die weiterführende Schule hier in Opfingen fließen.“ Damit werde der Standort Opfingen massiv gestärkt. Abschließend äußerte der OB angesichts der anstehenden Wahlen einen Wunsch: „Demokratie lebt vom Mitmachen. Lassen Sie uns über die jeweils hohe Wahlbeteiligung freuen.“ Pfarrerin Nadine Kempf wünschte für 2026 viele Momente des Lachens und der Erfüllung. Im Namen des Ortschaftsrats dankte Erwin Wagner der Ortsvorsteherin und der Ortsverwaltung für die gute Zusammenarbeit. Anschließend nahmen Martin Horn und Silvia Schumacher mit dem Anschneiden der Neujahrsbrezel die erste Amtshandlung des Jahres 2026 vor. Werner Seger