Verkehrssicherheit im Blick
Bad Krozinger Gemeinderat thematisier Verkehrssituation beim Schulcampus am Südring
Bad Krozingen. Zu den Stoßzeiten morgens und mittags herrscht am Schulcampus am Südring in Bad Krozingen mit seinen rund 2.500 Schülern von Max-Planck-Schule, Kreisgymnasium und Beruflicher Schule eine beengte und unübersichtliche Verkehrssituation. Diese nahmen die Fraktionen von SPD und Grünen zum Anlass für einen gemeinsamen Antrag, mit dem sie die Stadt aufforderten, „weitere Maßnahmen zu ergreifen, um die Schulwege in direkter Umgebung der Schulen in Bad Krozingen sicherer zu machen“.
Zu dem Thema Verkehrssicherheit stellten zahlreiche Zuhörer zu Beginn der jüngsten Gemeinderatssitzung in Bad Krozingen ihre Fragen.
Auf die einzelnen Punkte des Antrags, die die Verwaltung geprüft hatte, ging Amtsleiter Andreas Schmid ausführlich ein. Eine dauerhafte Tempo-20-Zone in der Fahrradstraße und in der Schwimmbadstraße sei nicht möglich, die dafür notwendigen Voraussetzungen seien nicht gegeben, so Schmid. Oberbürgermeister Volker Kieber räumte ein, dass man die Einrichtung einer Tempo-20-Zone unter Umständen in der Schwimmbadstraße erreichen könne. Die Verkehrssicherheit auf den Schulwegen sollen auch Bodenschwellen, zusätzliche Schilder und Markierungen erhöhen.
Die Sperrung der Busschleife am Campus für den motorisierten Individualverkehr schloss Schmid ebenfalls aus. Elterntaxis würden zu den Stoßzeiten die ohnehin stark frequentierte Straße zum Herzzentrum noch mehr belasten. Die Überquerung der Straße würde für die Schüler dadurch gefährlicher, Notfalleinsätze aus der Rettungswache am Herzzentrum könnten behindert werden. Es sei zu erwarten, dass der Bring- und Abholverkehr auf die Stichstraße an der Sporthalle ausweiche, Außerdem brauche man für die Maßnahme zusätzliches Aufsichts- und Kontrollpersonal.
Die Ausweisung reiner Drop & Go-Parkplätze in der Schwimmbadstraße und der Basler Straße lehnte Schmid ebenfalls ab. Sie würden die für die Schulen und das Aquarado ohnehin knappen Parkmöglichkeiten noch weiter einschränken und wären außerhalb der Stoßzeiten vermutlich ungenutzt. Oberbürgermeister Kieber eröffnete die Perspektive, dass das Landratsamt die Container an der Flüchtlingsunterkunft in der Schwimmbadstraße in Kürze abbauen werde. „Dann entsteht dort sehr viel Fläche, die wir als Parkraum nutzen können“, so Kieber. Andrea Hagemann-Raffs
