Wehklagen bei den Narren: Mit dem heutigen Aschermittwoch endet die Fasnet 2026
Mit dem heutigen Aschermittwoch endet die diesjährige Narretei. In Mundingen wurde schon gestern Abend unter kollektivem Wehklagen die Fasnetspuppe verbrannt. Eingebettet war die Abschlusszeremonie wie immer in die Kinder- und Jugendfasnet in der Neumattenhalle.
Begleitet von Mamas, Papas, Omas und Opas hatten Hunderte kleine Narren den bunt dekorierten Saal erobert. Ob als gelber Minion, als getigerte Katze, als farbenfroher Clown, als furchtloser Ritter oder sogar im gechillten Urlaubs-Look – die jungen Mundinger wurden eins mit ihren Kostümen. Gemeinsam mit Freunden konnten sie ihren Fantasien drei Stunden lang freien Lauf lassen. Direkt vor der Bühne standen zudem mehrere Sitzbänke. Von dort aus verfolgten sie das Programm, das die sechs Organisatorinnen aus den Reihen des Musikvereins zusammengestellt hatten.
Die Nachwuchsmusiker präsentierten diesmal zwei Tänze – einmal als Löwen, einmal als Harry Potter. Auch der “Narresome” der Krütsköpf legte eine Choreografie auf Parkett. Natürlich gab es die obligatorischen Tanzrunden. Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der Krütskopffasnet führte der Musikverein endlich mal wieder einen Schaumkuss-Wettbewerb durch. Erste Groupies scharte zudem die Kinder-Playback-Band “Die quakenden Kröten” um sich.
Sowohl bei den Kindern, die durch die Halle wuselten, als auch bei den Erwachsenen, die an den Tischen das Miteinander pflegten, war die Stimmung sehr gut. Als sich die Kinder- und Jugendfasnet um kurz vor 18 Uhr dem Ende zuneigte, ergriff Ralf Steinle das Wort und bedankte sich bei Birgit Faller, Martina Würstlin, Selina Schäfer, Mia Strübin, Silke Mellert und Marie Würstlin. Das Sextett gibt die Organisation der Veranstaltung in neue Hände.
Zu Ende war das Ereignis damit nicht. Es stand noch die Fasnetsverbrennung an. Unter fürchterlichem Geheul trugen die Krütsköpf und die Nachtschattenhexen eine Strohpuppe von der Bühne durch die Halle hinaus auf den Rasen. Dazu spielte der Musikverein eine klagende Moll-Version des Krütskopf-Liedes. Schließlich waltete Jürgen Gutjahr mit einem Streichholz seines Amtes. Die Puppe fing Feuer und löste sich in Rauch auf. Die Fasnet war beendet.
Text und Fotos: Daniel Gorzalka

