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Sonne pur am Gauklertag

Tradition, Sonne und ein prall gefülltes Programm für Besucher und Narren am Samstag

Breisach. Sonnig, kalt und bestens besucht: Der Gauklertag hat Breisach am 15. Februar erneut in ein farbenfrohes Fasnachtsspektakel verwandelt. Moderatorin Ramona Hirsch führte gewohnt souverän durch den Tag, an dem sich historische Rituale und moderne Showelemente nahtlos verbanden.

Der Ursprung des Festes reicht bis ins Jahr 1275 zurück, als Rudolf von Habsburg Breisach das Recht zur Abhaltung von Gauklertagen verlieh. Seit 1928 findet die Veranstaltung in ihrer heutigen Form statt – einzigartig im Verband oberrheinischer Narrenzünfte. Die Narrenzunft Breisach, 1927 gegründet, prägt das Bild mit ihren traditionellen Gruppen wie den Spättle, den Hochstetter Panduren und den Kaiserhusaren.
Zunftmeister Andreas Dewaldt setzte auch dieses Jahr auf das bewährte Konzept. Der feierliche Einzug des Urnarren eröffnete den historischen Teil, gefolgt von Dreyertanz, Gauklerreigen, dem Tanz der Panduren und dem Gardetanz der Kaiserhusaren. Gleich zu Beginn sorgte der feierliche Einzug von König Rudolf von Habsburg und seiner Königin, stilecht mit Pferd und Kutsche, für einen historischen Höhepunkt. Danach übernahm der moderne Programmblock mit Tanz, Musik, Humor und Artistik – getragen von rund 700 bis 800 Mitwirkenden. Das Motto „Der Urnarr ruft: Mir sind bereit für die bunte Fasentzeit!“ prägte die Stimmung. Immer wieder hallte dabei der traditionelle Narrenruf „Schmeksch dr Brägl? – Ajo!“ über den Platz.
Hinter der Tribüne bot das Narrendorf Gelegenheit zum Aufwärmen und Genießen. Flammkuchen, Burger und heiße Getränke sorgten für Betrieb, während die Eintrittspreise mit vier Euro für Erwachsene und einem Euro für Kinder bewusst niedrig blieben.
Der Gauklertag zeigte sich damit einmal mehr als kraftvolles Zusammenspiel aus Geschichte, Gemeinschaft und närrischer Lebensfreude – ein Fest, das Breisach seit Jahrhunderten prägt und auch in diesem Jahr mühelos begeisterte. Martin Büttner