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Jugendkonferenz: Hier zählt die Stimme der Jugend

Bei der Jugendkonferenz der Breisacher Schulen geht es um Gerechtigkeit zwischen den Generationen / Die Jugend, ihre Gedanken und Ideen stehen im Fokus

Breisach. In einer älter werdenden Gesellschaft stellt sich die Frage der Gerechtigkeit zwischen den Generationen. Vielfach fühlen Jugendliche sich und ihre Interessen von der Politik nicht wahrgenommen – aus diesem Grund hat das Kultusministerium unter dem Motto „Deine Stimme zählt“ die Jugendkonferenzen eingeführt. Breisach. In einer älter werdenden Gesellschaft stellt sich die Frage der Gerechtigkeit zwischen den Generationen. Vielfach fühlen Jugendliche sich und ihre Interessen von der Politik nicht wahrgenommen – aus diesem Grund hat das Kultusministerium unter dem Motto „Deine Stimme zählt“ die Jugendkonferenzen eingeführt.
Kernelement der DemokratieIn den Jugendkonferenzen soll eine Partizipation junger Menschen, als Kernelement der Demokratie, gefördert werden. Die Resonanz ist groß: 150 Schulstandorte beteiligen sich im laufenden Schuljahr an der bereits zum dritten Mal stattfindenden Jugendkonferenz. Aus Breisach waren das Martin-Schongauer-Gymnasium (MSG), die Hugo-Höfler-Realschule und die Julius-Leber-Gemeinschaftsschule dabei. 80 Schüler befassten sich mit aktuellen Themenfeldern.
An mehreren Tischen wurde in Kleingruppen engagiert über Themen aus Politik, Staat und Gesellschaft diskutiert. Es wurden Probleme benannt, Wünsche formuliert und Lösungsansätze erarbeitet. Breisachs Jugendliche würden gerne auf Schulebene mehr politische Bildung erhalten, so könnte etwa durch Besuche von Politikern in der Schule eine direktere Verbindung aufgebaut werden. In diesem Zusammenhang wurde auch der Wunsch nach einer Ausdehnung des Fachs Gemeinschaftskunde und einer intensiveren Medienbildung laut. Im Bereich Wirtschaft, Arbeit und Beruf sollte die Möglichkeit von Minijobs und Praktika erhöht werden, um bereits während der Schulzeit einen Einblick in die Arbeitswelt zu bekommen. Ganz grundsätzlich wurde formuliert, dass die Schule neben inhaltlichen Komponenten vermehrt grundlegende Kompetenzen fürs Leben vermitteln sollte. Ein zentrales Thema stellte der Bereich Klima und Nachhaltigkeit dar. Insbesondere sieht es die Schülerschaft als dringend notwendig an, diese Thematik übergreifend in allen Fächern zu verankern. Diese und viele Ergebnisse mehr wurden kurz und prägnant auf Karten niedergeschrieben und als Schlussstatement der Konferenz präsentiert.
Und wie geht es nun weiter? „Die erarbeiteten Ergebnisse werden zunächst in den Schulen sichtbar ausgestellt. Im zweiten Schritt erfolgt eine Übergabe an die Landespolitik“, so Felix Göttler, Lehrer am Martin-Schongauer-Gymnasium – und gemeinsam mit Kollegin Friederike Kessler für die Jugendkonferenz der Breisacher Schulen zuständig.
Nach Auswertung im Ministerium wird im Juli eine Landesjugendkonferenz stattfinden, an der auch wieder einige Schüler aus Breisach teilnehmen werden. In diesem Forum sollen die Ergebnisse der Schulen diskutiert, Ideen gebündelt und konkrete Forderungen an die Politik abgeleitet werden. Werner Seger