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Trotz proppenvoller Innenstadt: Beim diesjährigen Emmendinger Radmarkt hielt sich die Kauflaune in Grenzen

Um die 15.000 Gäste besuchten am Sonntag den Emmendinger Radmarkt mit verkaufsoffenem Sonntag. Bei herrlichem Frühlingswetter war die Innenstadt so voll wie noch nie in diesem Jahr. Trotz des riesigen Andrangs fiel das Resümee bei den Anbietern selbst jedoch gemischt aus.

Dies fiel auf den ersten Blick gar nicht auf. Bei Sonnenschein und angenehmen 24 Grad strömten die Menschen ab 10 Uhr in Scharen nach Emmendingen. Um die Mittagszeit war die Innenstadt voll. Bei bester Laune flanierten Tausende Besucher durch die Kirchstraße, die Lammstraße, die Bahnhofstraße und die Markgrafenstraße, wo private und semi-professionelle Aussteller ihre gebrauchten Fahrräder, E-Bikes, Laufräder, Radanhänger und das dazu passende Zubehör anboten. Hinzu kamen die Stände der Radgeschäfte auf dem Marktplatz.

Bei der 32. Ausgabe der Großveranstaltung, die wie immer vom Gewerbeverein veranstaltet wurde, gab es jedoch weit mehr als Räder. Flankierend zum Markt hatte Sarah Rombach, die die Geschäftsstelle leitet, mit ihrem Team ein tolles Rahmenprogramm auf die Beine gestellt. Bestens frequentiert wurden die Infostände rund um den Marktplatz sowie das Kinderprogramm in der Landvogtei und auf dem Markgrafenparkplatz. Bei der Frühlingsgaudi der „Wäschwiiba“ konnte man sich bei einem kühlen Getränk mit Freunden treffen.

Vor der Bühne auf dem kleinen Marktplatz, wo das Musiclab ihre Semesterabschlusskonzerte gab und der RV Concordia Reute sein Team präsentierte, herrschte stundenlang Hochbetrieb. Hier sah man Hunderte Familien mit Kindern. Auch die kostenlosen Rikscha-Fahrten waren durchgängig ausgebucht. Interessant: bei der Fahrradversteigerung, die die Stadt Emmendingen um 11 Uhr vor dem Schlosserhaus durchführte, kamen nicht nur Bio-Fahrräder, sondern auch vier E-Fahrräder unter den Hammer.

Einen Makel hatte der 32. Radmarkt dennoch. „So gut wie die Stimmung war, so sehr hielt sich die Kauflaune in Grenzen“, stellte Sarah Rombach fest. Viele der privaten und semi-professionellen Händler mussten ihre Vehikel wieder mit nach Hause nehmen. Bei den professionellen Radhändlern – es waren diesmal nicht so viele wie sonst auf dem Marktplatz – hielt sich der Absatz in Grenzen. Und auch in den Geschäften der Innenstadt stockte der Besuch. „Vielleicht war das Wetter zu gut“, so Rombach.

Immerhin: die nächste Gelegenheit zum Shoppen kommt bald. Schon am Freitag, 15. Mai, veranstaltet der Gewerbeverein in der Emmendinger Innenstadt die Lange Einkaufsnacht. Bei Musik, Kunst und Kulinarik kann man 18 bis 23 Uhr gebummelt werden.

Text und Fotos: Daniel Gorzalka

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