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Abend der Abschiede: SG-Handballer tragen heute Abend ihr letztes Drittliga-Heimspiel aus

In der Dritten Liga Süd neigt sich die Saison 2025/2026 dem Ende zu. Als feststehender Drittletzter muss die SG Köndringen/Teningen den Gang in die Regionalliga antreten. Im letzten Heimspiel am Samstag gegen Oftersheim/Schwetzingen wollen die Gelbhemden sich noch einmal gebührend verabschieden. Anwurf ist um 20 Uhr.

 Für die Truppe von Coach Ivan Mlinarevic und deren treue Fans endet das Abenteuer Dritte Liga nach nur einer Saison. Es war eine Spielzeit, die im Verein noch lange nachhallen wird. In den meisten Partien erwies sich die SG als Gegner, der auf Augenhöhe agiert. Dass am Ende nicht genügend Punkte für den Klassenerhalt heraussprangen, lag einerseits an den regelmäßigen Auszeiten, die sich das Team in den Partien nahm. Anders gesagt: wer in der Dritten Liga bestehen will, muss nicht nur 40 oder 50, sondern eben 60 Minuten performen.

Anderseits fehlten verletzungsbedingt genau diejenigen Spieler, die der Mannschaft in diesen Situationen mit ihrer Qualität und Erfahrung hätten helfen können. Pascal Helm, Spielmacher mit Bundesligaerfahrung, riss sich im November den Brustmuskel und fiel für den Rest der Spielzeit aus. Linkshänder Maurice Bührer schleppte sich mit einer kaputten Schulter durch die Spielzeit und entschied sich vor einigen Wochen, als es wirklich nicht mehr ging, für eine Operation.

Nun ist klar, dass es in der Dritten Liga Süd diesmal drei Absteiger geben wird. Der Grund: alle potenziellen Aufstiegskandidaten aus den vierten Ligen haben angekündigt, dass sie ihr Aufstiegsrecht wahrnehmen werden. Bei zwei noch ausstehenden Partien steht die SG mit 12:44 Punkten auf dem drittletzten Platz. Bis zum rettenden vierten Rang sind es elf Zähler. Somit steht fest, dass die Gelbhemden den Gang zurück in die Regionalliga antreten muss.

Für die SG Köndringen/Teningen ist der Abstieg kein Beinbruch. Im Gegenteil: diejenigen jungen Spieler, die das Gesicht der 1. Mannschaft in den kommenden Jahren prägen werden, konnten in der Dritten Liga wertvolle Erfahrungen sammeln. Gemeint sind Akteure wie Emanuel Bello, Peter Feißt, Alexander Momber oder der im Winter aus Balingen zum Team hinzugestoßene und aus dem Kinzigtal stammende Jan Ecker. Auf sie wird die Vereinsführung in der kommenden Saison bauen.

Bei Vorstand Robert Korb und Manager Philipp Grangé haben die Vorbereitungen auf die kommende Spielzeit längst begonnen. Für die Regionalliga wurden zwei weitere junge Nachwuchs-Handballer verpflichtet. Dabei handelt sich um Aron Zimmermann (Willstädt-Hanauerland) und Thorsten Fink (Meißenheim). Beide Talente kommen aus dem Dunstkreis der Baden-Württembergischen U20-Auswahlmannschaft. Fix ist außerdem der Transfer des 30-jährigen Pascal Fleig (Schutterwald).

Für die kommende Saison zugesagt hat zudem Maurice Bührer. Nach seiner Schulter-OP will er wieder ins Training einsteigen. An Bord bleiben schließlich auch Chef-Coach Ivan Mlinarevic, Co-Trainer Jens Schöngarth und Torwart-Trainer Sebastian Kicki. Dennoch erfolgt im Sommer ein Umbruch. Pascal Helm, Sebastian Endres und Maximilian Endres werden ihre Karrieren beenden. Beim letzten Drittliga-Heimspiel am kommenden Samstag gegen Mitabsteiger Oftersheim/Schwetzingen werden sie gebührend verabschiedet.

Und noch ein ganz wichtiger Akteur hört nach zwölf Jahren auf. Hallensprecher Marvin Weber, der sich seiner erfrischend emotionalen Art in dieser Zeit in die Herzen des SG-Publikums moderiert hat, wird zum letzten Mal am Mikrofon stehen. Für ihn sucht der Verein noch einen Nachfolger. Wichtig: nach der Partie am kommenden Samstag fällt das traditionelle Trainergespräch aus. Stattdessen wird sich die Mannschaft das Mikro schnappen. Anwurf in der Ludwig-Jahn-Halle ist um 20 Uhr. Daniel Gorzalka