Teenies simulierten Hausbrand: In Malterdingen führt die Jugendfeuerwehr jedes Jahr eine eigene Hauptübung durch
Die Hauptübung der Jugendwehr hat mittlerweile Tradition. Bereits zum vierten Mal probten die Jugendlichen gemeinsam für den Ernstfall und stellten bei einem Zimmerbrand im Dachgeschoss eines Wohngebäudes mit großer Rauchentwicklung ihr Können unter Beweis. Bei Sonnenschein und Temperaturen an die 25 Grad verfolgten zahlreiche Schaulustige den Einsatz, auch Bürgermeister Hartwig Bußhardt und mehrere Gemeinderäte.
Übungsobjekt war ein Wohnhaus in der Lehgasse in direkter Nachbarschaft des Kindergartens. 15 von 21 aktiven Jugendfeuerwehrleuten, davon fünf Mädchen, nahmen an der Übung am Samstagnachmittag teil. Und sie waren hoch motiviert. Um 14 Uhr ging der Alarm runter. Kurz danach rückte das Löschfahrzeug LF 20 als Erstes am Brandort an. Der Feuerwehrnachwuchs im Alter von 10 bis 16 Jahren wurde bei der Hauptübung durch vier aktive Kameraden, Jugendfeuerwehrwart Thomas Walz, Marco Mundinger, Tim Steiger und Pascal Obrecht unterstützt. Ganz ohne Aktive geht es nicht, allein schon wegen der Einsatzfahrzeuge. Wie sollte diese sonst an den „Brandort“ gelangen? Kurz nach der Lagererkundung der Gruppenführerin trafen das neue MLF (Mittleres Löschfahrzeug) und der Mannschaftstransportwagen (MTW) mit ihrer Besatzung in der Lehgasse ein. Reiner Mundinger, Kommandant der Malterdinger Wehr, moderierte die Übung. Schnell wurde eine Wasserversorgung aufgebaut und vier Kameraden drangen unter Atemschutz – im Jugendbereich dürfen hier nur Attrappen eingesetzt werden – in das Gebäude ein und löschten den Brand. Links und rechts des Wohnhauses wurden zwei Riegelstellungen aufgebaut, um das Übergreifen des Feuers auf benachbarte Gebäude zu verhindern. Zudem wurden zwei verletzte Personen aus dem „brennenden Haus“ gerettet. Die eine wies eine Kopfverletzung auf, die andere Person war ohnmächtig und hatte eine Schürfwunde am Arm. Besonderheit: Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr übernahmen die Erstversorgung der Geretteten vor Ort selbst. Thomas Walz, der seinen Schützlingen tatkräftig zur Seite stand und das Übungsgeschehen genau verfolgte, konnte nach Übungsende ein positives Fazit ziehen: „Ich bin dem Verlauf des Einsatzes sehr zufrieden, zumal auch einige Feuerwehrneulinge mit dabei waren. Alle Anforderungen wurden gut gelöst“, so der Jugendfeuerwehrwart im ET-Gespräch. Auch Bürgermeister Hartwig Bußhardt dankte den jungen Kameradinnen und Kameraden für ihren Einsatz. Als Belohnung für die schweißtreibende Arbeit hatte er den Eiswagen zum Gerätehaus bestellt.
Text und Bilder: Thomas Gaess

