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Spatenstich in Breisach

Badenova Konzepte und die Stadt Breisach luden ein zum feierlichen Spatenstich.

Breisach. Jetzt endlich kann es losgehen, die Bagger stehen bereit und die Arbeiten für die Erschließung des Neubaugebietes Vogesenstraße III in Breisach wurden am 4. Mai symbolisch mit einem Spatenstich offiziell begonnen. Bürgermeister Oliver Rein und der erste Beigeordnete Carsten Müller bezeichnen dieses Gebiet als Vorzeigeprojekt, ein „Musterbaugebiet der Zukunft“, auf dem nachhaltiges und klimagerechtes Wohnen möglich sein soll.

Trotz der verdichteten Bebauung setzt die Stadt auf das Schwammstadtprinzip, bei dem die Niederschläge anstatt in der Kanalisation vor Ort im Grünbereich versickern, und dadurch zur Pflanzenbewässerung und Kühlung beitragen.

500 Wohneinheiten in 30 Mehrfamilienhäusern sollen auf diesem landwirtschaftlichen Gebiet von 5,75 Hektar entstehen mit Kindergärten, Schulen, Läden und einer Infrastruktur, die verkehrsmäßig an die Stadt und den Rhein angebunden ist. Das würde Wohnraum für 1200 Menschen bedeuten und einem Bevölkerungszuwachs von etwa 7 Prozent entsprechen. Die Häuser werden mindestens dreigeschossig, eher vier- bis fünfgeschossig. Um den Verkehrsflächenanteil möglichst niedrig zu halten, werden zum Parken Tiefgaragen gebaut.

Laut Carsten Müller sollen Investoren, aber auch Baugenossenschaften und Privatleute zum Zuge kommen. Bisher sind die Grundstücke nicht vergeben worden. Einige Bauträger haben aufgrund von Vorbesitz oder Kauf von Privateigentümern bereits Grundstücke erhalten. Auch genossenschaftliches Wohnen sei angestrebt. Die Vergabekriterien für die freien Bauflächen werden in einer öffentlichen Sitzung im Herbst beraten. Zwischen 700 bis 2000 Quadratmeter sind die Bauplätze groß. Die Stadt rechnet mit Entwicklungskosten von 13 Millionen Euro, wobei 50 Prozent der Grundstücke der Stadt Breisach gehören.

Wer soll im Neubaugebiet Vogesenstraße III in Breisach wohnen?

Die Stadt Breisach plant eine Quote von 20 bis 30 Prozent an sozial gefördertem Wohnraum. Da das Gebiet barrierefrei sein soll, dürfte das Wohngebiet vor allem für ältere Menschen interessant sein, denen beispielsweise das eigene Einfamilienhaus zu groß geworden ist. Auch ein Seniorenwohnheim sei geplant. Mit den geplanten Kindergärten wird es auch für junge Menschen attraktiv sein.

Anschluss ans Wärmenetz

Um das Baugebiet zu erschließen, muss mit einer Bauzeit von acht Monaten gerechnet werden. Da das Gebiet an das bestehende Wärmenetz der Julius-Leber-Schule angeschlossen werden soll, könnte die Bereitstellung von Wärme aber noch länger dauern. Die ersten Bauinteressenten könnten sich vermutlich erst zum Jahresende bewerben. Bisher hätten etwa 70 Bauwillige Interesse daran gezeigt. Ingrid Wenz-Gahler