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Lebensretter standen im Mittelpunkt

Im Rathaussaal in Auggen wurden 16 Blutspenderinnen und Blutspender der Gemeinde für ihr besonderes Engagement ausgezeichnet

Auggen. In Deutschland werden täglich etwa 15.000 Blutspenden benötigt. Spenden sind die einzige Quelle, denn Blut kann trotz Forschung nicht künstlich erzeugt werden. „Was ihr leistet, ist extrem wichtig,“ lobte Bürgermeister Ulli Waldkirch das Engagement der Vielfach-Blutspender.

Im Sinn hatte die Gemeinde schon länger eine eigene, wertschätzende Veranstaltung, um grundsätzlich allen freiwillig Engagierten „Danke“ zu sagen. Alle Vereine wurden im Vorfeld angeschrieben, auch Blutspender sollten involviert werden. „Es klappte nicht aus verschiedenen Gründen, auch konnte kein geeigneter Termin gefunden werden,“ bedauerte Waldkirch. „Als nun erneut die nächste Blutspender-Ehrung anstand, war klar: Das darf nicht scheitern, denn ihr opfert Zeit, ihr opfert euer Blut, letztendlich rettet euer Engagement Leben.“ Bei jeder Blutspende begleiten auch ehrenamtliche Helfer die Aktion. In der Region ist die Auggener Familie Stockelmann im Bereich des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) stark engagiert und in Führungspositionen vertreten, hob Waldkirch hervor. Willi Stockelmann ist Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Müllheim/Badenweiler/Auggen, ihm oblag es, die Ehrungen vorzunehmen. Überreicht wurden Urkunden und Blutspender-Ehrennadeln, von der Gemeinde gab es zudem noch ein Weinpräsent. Bei der Spendenbereitschaft sei ein leicht positiver Trend erkennbar, äußerte Stockelmann, besonders junge Menschen seien zur Blutspende bereit, dies sei sehr erfreulich. Nichtsdestotrotz bleibt die Lage aufgrund des hohen Bedarfs angespannt. „Wer sich fit fühlt und gesund ist, kann auch mit über siebzig noch Blut spenden – natürlich nach ärztlicher Rücksprache,“ motivierte Silvia Frei. Seit einer Änderung des Transfusionsgesetztes im Jahr 2023 gibt es in Deutschland keine starre Obergrenze für das Alter mehr. Tatsache ist, dass ältere Menschen eine sehr wichtige Gruppe unter den Blutspendern sind und ihr Blut genauso wertvoll ist wie das jüngerer Spender.
Geehrt wurden Ibrahim Ceri, Gina Luisa Roth, Catherine Akintschin, Annika Fichtlscherer und Giulia Greydanus für 10 Spenden, Heiko Müller und Silvia Frei für 25 Spenden, Walter Kallfaß und Andrea Gantert für 50 Spenden, Anne Wagner, Ingrid Lang und Klaus Sütterlin für 75 Spenden sowie Ernst Friedrich Schneider, Markus Stockelmann, Gerd Huber und Jürgen Sütterlin für 100 Spenden. Im Anschluss an die Ehrung gab es einen legeren Stehempfang mit Sekt und frischen Brezeln. Jutta Huber