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Sonne, Schauer und beste Stimmung

Tunibergtag zog allerlei Besucher an und lockte mit feinem Wein und Köstlichkeiten in die Reben

Tuniberg. Von Gottenheim bis Munzingen zog sich der Tunibergtag 2026 über den gesamten Höhenweg – ein Feiertag, an dem Wanderer, Radfahrer und Weinfreunde die Vielfalt der Tuniberger Winzer erleben konnten.

In Gottenheim begann der Tag mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Bürgerscheune, geleitet durch die evangelische Pfarrerin Marika Trautmann und den katholischen Gemeindereferenten Hans Baulig, begleitet durch den Bläserkreis Bötzingen. Parallel war für 10 Uhr ein weiterer Gottesdienst der Seelsorgeeinheit Merdingen am Attilafelsen angekündigt.
Bürgermeister Christian Riesterer begrüßte in der Bürgerscheune die Gäste, bevor Michael Schmidle, Vorstand der Winzergenossenschaft Gottenheim, die Rebhisli-Tour offiziell eröffnete. Schmidle erinnerte an die Tradition der Tour seit 2004 und sprach zugleich offen über die schwierige Lage vieler Winzer: Niedrige Preise, geringe Verdienste, fehlende Nachfolger und zunehmend unbewirtschaftete Rebflächen. „Das können wir nur gemeinsam lösen“, betonte er und gab so den feierlichen Startschuss für den Tunibergtag-Rundweg.
Entlang der Gottenheimer Rebhisli-Tour erwarteten die Besucher fünf Stationen, begonnen vom Infostand am Rathaus bis zu den bewirteten Plätzen in den Weinbergen. Wegen der kühlen Witterung hatten die Gottenheimer Winzer außerplanmäßig Glühwein im Ausschank, der sich schnell als Geheimtipp herumsprach. Später setzte sich die Sonne durch und die Stände füllten sich schnell mit Familien und Gruppen mit Bollerwagen und Musik.
Der Tunibergtag war in das größere Netzwerk von in diesem Jahr zwölf Stationen eingebettet, die sich von Gottenheim über Waltershofen, Merdingen und Niederrimsingen bis nach Tiengen und Munzingen erstreckten. Überall gab es Tuniberger Weine und eine Vielfalt an Speisen. Die zahlreichen, gut gelaunten und wetterfest gekleideten Ausflügler wurden mit weiten Ausblicken über Rheintal, Schwarzwald und Vogesen belohnt. Martin Büttner