Neue Mitglieder sind dabei
Der Feuerwehrzweckverband Südlicher Breisgau besteht nun aus elf Mitgliedsgemeinden
Bad Krozingen. Der Feuerwehrzweckverband Südlicher Breisgau ist ein Zusammenschluss von Gemeinden, um die örtlichen Freiwilligen Feuerwehren in Belangen, wie etwa die Pflege und Wartung der Schläuche, der Atemschutzmasken und der Einsatzkleidung, zu entlasten. Im Rahmen der jüngsten Sitzung des Feuerwehrzweckverbandes wurden nun zwei weitere Gemeinden in diesen einstimmig aufgenommen. Pfaffenweiler und Wittnau erweitern den Kreis nun auf elf Gemeinden.
Neben einer Bareinlage beteiligen sich die Gemeinden mit Atemschutzgeräten an dem neuen Zweckverband. Den genauen Konditionen hatten im Vorfeld die beiden Gemeinderäte zugestimmt.
In diesem Jahr steht für den Feuerwehrzweckverband eine große Investition an: die Atemschutzgeräte müssen auf den aktuellen Stand gebracht werden, spätestens ab 2030 ist die Umstellung auf Überdruck verpflichtend. „Die neue Technik bietet einen besseren Schutz vor Gefahrstoffen und stellt eine geringere Belastung dar“, informierte Christoph Blattmann, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Ehrenkirchen, im Rahmen der Sitzung. Da der Bestand der Atemschutzmasken zurückgegangen ist und keine jünger als 14 Jahre ist, wird diese Investition nun notwendig. Durch ihren Beitritt haben Pfaffenweiler und Wittnau bereits die Atemschutzmasken der neuen Generation angeschafft, weiter wird auch die Ehrenkirchener Wehr von der Investition nicht betroffen sein, da diese zusätzlich eine Funkeinheit an der Maske hat. Auf die anderen Mitglieder wird, in Abhängigkeit der Einwohnerzahl, die Investition in Höhe von rund 300.000 Euro umgelegt. Neubeschafft werden insgesamt 250 Atemschutzmasken sowie 200 Lungenautomaten, 300 Masken werden umgerüstet. Auch die 6-Jahresprüfung von 200 Atemschutzgeräten ist hier miteinkalkuliert. Um die Investitionen der Gemeinden etwas abzupuffern, wird der Feuerwehrzweckverband im Gegenzug Rücklagen auszahlen.
Da die Feuerwehren nur mit der gleichen Atemschutztechnik gemeinsam einen Einsatz bestreiten dürfen, werden die Hexentalgemeinden, insbesondere die Wehr in Au, die oft mit Wittnau zusammen fährt, Ende des Jahres bei der Umstellung der Atemschutzmasken vorrangig bedient. Hier hat Florian Eckert, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Bad Krozingen, auch bereits die entsprechenden Schulungen der Kameraden im Blick.
Unter dem Top Verschiedenes wurde bei dieser Sitzung deutlich, dass es unterschiedliche Abrechnungsmodelle gibt. Hier wünschten sich die anwesenden Bürgermeister mehr Transparenz. Aktuell müssen bei einer Überlandhilfe von der Gemeinde unterschiedliche Wehren und unterschiedliche Gerätschaften auf verschiedenen Wegen abgerechnet werden. Dieses Thema möchten die Bürgermeister nun auch in andere Gremien mitnehmen, um eine Vereinfachung für die jeweiligen Hauptamtsleiter zu erreichen.
Ein künftiges Thema wird wohl auch die Mitgliedschaft einiger Gemeinden sein. Schallstadt, Ebringen und Horben sind etwa nur über einen öffentlich-rechtlichen Vertrag beim Zweckverband dabei und haben kein Stimmrecht. Für eine reguläre Mitgliedschaft wäre lediglich eine formale Änderung notwendig. Ehrenkirchens Bürgermeister Thomas Breig, Vorsitzender des Feuerwehrzweckverbandes, regte auch die Mitgliedschaft von Staufen an. Der künftige Staufener Bürgermeister Benjamin Bröcker kennt die Arbeit des Zweckverbandes schließlich bereits durch seine Arbeit in Horben und war in dieser Funktion bei der Sitzung vor Ort. Annika Willscheid
