Regionaler Frühlingsgenuss
Die Opfinger Landfrauen und der Winzerkreis luden zum Opfinger Wein- und Spargelfest ein
Opfingen. Im Opfinger Jahreskalender ist es eine feste Größe: Das gemeinsam von Landfrauen und Winzerkreis ausgerichtete Wein- und Spargelfest ist bereits eine echte Traditionsveranstaltung. Der Winzerschopf Wippertskirch wird dann regelmäßig zum Schauplatz regionalen Genusses rund um das königliche Gemüse. Erstmals wurde das Wein- und Spargelfest mit einem ökumenischen Gottesdienst eröffnet.
Anschließend konnte Matthias Müller, Vorstand des Winzerkreises Opfingen, neben einer großen Zahl von Besuchern mehrere Mitglieder des Freiburger Gemeinderats und des Opfinger Ortschaftsrats begrüßen. Die seit Februar amtierende Finanzbürgermeister Carolin Jenkner war erstmals in ihrer neuen Funktion am Tuniberg: „Es ist meine Premiere am Perlenkranz der Stadt Freiburg.“ Die Bürgermeisterin dankte allen ehrenamtlichen Helfern, ohne die eine solche Veranstaltung nicht möglich sei und gab das Motto des Tages vor: „Haben Sie Spaß und kommen Sie miteinander ins Gespräch.“ Dem schloss sich Opfingens Ortsvorsteherin Silvia Schumacher an: „Genießen Sie, was unsere Landschaft alles bietet.“ Und das war eine ganze Menge.
Spargel und Wein im Fokus
Im Mittelpunkt standen – Nomen est Omen – verschiedene Spargelgerichte. Sei es kalt serviert als Spargelsalat oder Spargelröllchen, sei es als warme Speisen wie Spargelsuppe oder den Spargelklassiker mit Schinken, Kartoffeln und Sauce Hollandaise. Ein vergleichsweise neues Angebot, war Spargelflammkuchen, der sich insbesondere bei der jüngeren Generation einer zunehmenden Beliebtheit erfreut. Dazu passten bestens die Opfinger Weiß- und Rotweine oder ein alkoholfreies Getränk. Das unbeständige Wetter in den letzten Wochen machte die Kalkulation schwierig, erzählte Ines Schöllhorn, Vorsitzende der Landfrauen Opfingen. „Es gibt wegen der kühlen Witterung weniger Spargel als in den Vorjahren. Und die Wetterprognose war eher schlecht, so dass wir hinsichtlich der Besucherzahl skeptisch waren.“ Doch diese Befürchtung war umsonst, denn die Sonne strahlte bei angenehmen Temperaturen und die Sitzplätze am Winzerschopf waren den ganzen Tag über stark frequentiert. Und so konnten die fleißigen Helfer in der Küche, am Ausschank und im Service für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Ines Schöllhorn bezifferte deren gewaltige Dimension: „Wir haben alleine am Veranstaltungstag etwa 100 Personen in einem Zwei-Schicht-Betrieb im Einsatz. Und natürlich die Arbeiten im Vorfeld wie den Aufbau und die Zubereitung des Spargels.“
Auch die junge Generation war tatkräftig mit von der Partie: Die vor zwei Jahren gegründeten Landmädchen boten an einem eigenen Stand Waffeln an. Apropos Stand: Ein kleiner Bauern- und Kleinkunstmarkt mit mehreren Ständen lud die Festbesucher zum gemütlichen Bummeln ein. Hier wurden zahlreiche regionale Produkte angeboten, die Palette reichte von Erdbeeren über Honig bis zu Brot- und Backwaren. Und auch die handgefertigten Unikate fanden einen guten Absatz. Auch musikalisch war einiges geboten: Die Line Dance Gruppe der Opfinger Landfrauen begeisterte mit einem fetzigen Auftritt. Und animierte die tanzfreudigen Gäste, zu einer kleinen Choreographie selbst einige Schritte zu wagen.
Werner Seger
