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Nix Neues, nur Ärger

Das Baugebiet Niedermatten: „Die unendliche Geschichte“

Freiburg-Waltershofen. 15 Jahre laboriert die Stadt Freiburg nun schon am neuen und einzigen Baugebiet für Waltershofen herum, den Niedermatten. Und die Hängepartei geht weiter. Ortsvorsteherin Petra Zimmermann hatte letztens keine guten Nachrichten für ihren Kollegen vom Ortschaftsrat und die Bürger: „Ich hatte mit der Stadt in der letzten Woche einen Austausch. Es hat neue Probleme gegeben.“

Genauer gesagt ist die Kiesschicht unter dem Baugebiet dermaßen tief, dass ein Bauen nur unter besonderen Vorkehrungen möglich seien dürfte. Die Folge: „Zwei Fachbüros prüfen die technische Umsetzung.“ Vor allem, ob man teilweise mit Keller bauen kann. Danach werde es eine verwaltungsinterne Auswertung geben, die weitere Vorgehensweise werde besprochen, die Offenlage aktualisiert. Im Oktober/November soll es eine Eigentümerversammlung geben, die Offenlage werde sich dann natürlich nach hinten verschieben, mit einem Beschluss im Gemeinderat rechnet die Ortsvorsteherin im Jahr 2027.

Die Reaktion aus dem Ortschaftsrat? „Alles ist so Sch… wie vorher.“

Marcel Kohler fragte, was denn nun die Konsequenz sei. Nur der Anwalt mache zurzeit noch Geld. Die Eigentümer hätten 100.000 Euro Verlust. Allerdings wusste Zimmermann: „Bei der Eigentümerversammlung gab es keinen Widerstand.“ Kohler: „Die glauben eh nichts mehr.“ Zimmermann: „Sie müssen was sagen. Es ist im Interesse der Stadt, dort zu bauen.“ Die Stadt sage aber auch: „Wir gehen das Risiko nicht ein.“

Die Kinderbetreuung

Felicitas Heitzler verstand die Welt nicht mehr: „Der Kindergarten ist voll und nichts passiert.“ Zimmermann wusste: „Der Kindergarten ist aufgrund des Baugebiets gebaut worden. Ich spreche es immer wieder an, wir haben ständig einen neuen Gutachter.“ Das sei auch für sie nicht befriedigend.“ Heitzler sagte, es seien viele Eigentümer abgesprungen: „Wir haben die Verantwortung.“ „Nicht so ganz“, erwiderte Zimmermann. Sie bekomme die Informationen, aber könne nichts machen. „Das ist seit 15 Jahren so. Sagt mir, was ich machen soll.“ Eine gewisse Ratlosigkeit breitete sich zunächst aus, Eugen Hänsler sagte noch ironisch, er sei „wahnsinnig amused“. Allerdings kam aus dem Ortschaftsrat der Vorschlag, andere Baugebiete zu suchen. So sei beim Pfarrhaus durchaus noch die Möglichkeit, eines zu entwickeln. Außerdem würden, wegen des zurückgehenden Weinbaus, immer mehr Flächen stillgelegt. Klaus Krüger