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29:32 gegen die „Lurchis“: Tabellenführer ist für die SG eine Nummer zu groß

Ohne den langzeitverletzten, schwer vermissten Spielmacher Pascal Helm und dessen Bruder, Topscorer Maurice Bührer, der aufgrund anhaltender Schulterprobleme aussetzen musste, bot Handball-Drittligist SG Köndringen/Teningen (SG) am Sonntag Tabellenführer Salamander Kornwestheim lange Paroli. Am Ende mussten sich die Gelb-Schwarzen aber mit 29:32 geschlagen geben.  

Die Unterstützung durch die Fans, ein großes Plus bei den Heimspielen, fiel diesmal spärlich aus, denn aufgrund des parallel ausgetragenen Handball-EM-Finales fanden schätzungsweise nur rund 300 Besucher den Weg in die Ludwig-Jahn-Halle. Die Partie begann ausgeglichen, wobei Kornwestheim bereits in der Anfangsphase die Fehlwürfe der Gelb-Schwarzen und leichte Ballverluste konsequent ausnutzte. Über schnelle Gegenstöße erspielten sich die Gäste früh Vorteile und setzten sich in der 10. Minute erstmals auf 3:6 ab. Die SG-Sieben tat sich im Abschluss schwer, ließ mehrere gute Chancen liegen und machte es dem Tabellenführer dadurch zu einfach. Dass der Rückstand nicht deutlicher ausfiel, lag vor allem an SG-Torhüter Vincent Lutz. Mit mehreren starken Paraden, darunter auch freie Würfe, hielt er seine Mannschaft im Spiel und sorgte dafür, dass der Abstand überschaubar blieb. Trotz der Offensivprobleme ließ sich die SG nicht abschütteln, kämpfte sich immer wieder heran und blieb in Schlagdistanz. Zur Halbzeitpause stand ein 13:16 auf der Anzeigetafel. Ein Rückstand, aber keineswegs eine Vorentscheidung.

Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gäste jedoch den besseren Start. Mit einem schnellen 3:1-Lauf bauten sie ihren Vorsprung direkt auf fünf Tore aus und zwangen die SG früh zum Hinterherlaufen. Einsatz und Moral stimmten zwar weiterhin, doch Kornwestheim agierte abgeklärt und nutzte nahezu jeden Fehler der Hausherren eiskalt aus. Spätestens beim 21:28 in der 52. Minute, als der Tabellenführer erstmals auf plus sieben stellte, war das Spiel gefühlt entschieden. In der Schlussphase verwalteten die „Lurchis“ ihren Vorsprung routiniert, während die Gelb-Schwarzen weiterhin alles investierten, sich jedoch nicht mehr entscheidend herankämpfen konnten. So stand am Ende eine 29:32-Niederlage zu Buche.

Der Kampfgeist stimmte, doch gegen einen Spitzenreiter dieser Qualität reichen kleine Nachlässigkeiten und einfache Fehler aus, um am Ende ohne Zählbares dazustehen. Positiv: Gegen Kornwestheim kamen 16 SG-Spieler zum Einsatz. Die Neuzugänge Jan Ecker, Adam Petric und Philipp Hufschmidt konnten sich mit insgesamt sieben Treffern in Szene setzen und das verletzungsgeplagte SG-Team zog sich gegen den Titelaspiranten sehr achtbar aus der Affäre. Ebenso erfreulich: Rückraumakteur Bastian Oesterle stand nach überstandener Schambeinentzündung erstmals wieder im Kader und konnte direkt einen Treffer beisteuern.

Der Fokus gilt nun den kommenden Aufgaben. Die Gelb-Schwarzen haben jetzt zwei Auswärtsspiele vor der Brust. Nächsten Sonntag gastiert die SG beim Tabellensiebten TSV Neuhausen/Filder, am Samstag darauf, 21. Februar, bei Saase 3 Leutershausen. Dort will die Mlinarevic-Sieben unbedingt wieder Punkte sammeln wollen, um im Abstiegskampf Boden gutzumachen. Zum nächsten Heimspiel am Samstag, 28. Februar erwartet man den Mitaufsteiger TV Erlangen-Bruck. Die SG-Verbandsliga-Reserve musste im Vorspiel ebenfalls gegen den Tabellenführer TV Knielingen antreten und verlor mit 29:34 Toren.

Text und Foto: Thomas Gaess