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Bunt und noch digitaler: VHS stellt Semesterprogramm vor

Am 22. Februar, also direkt nach der Fasnacht, beginnt bei der Volkshochschule Nördlicher Breisgau das Frühjahr- und Sommersemester 2026. Diesmal bietet die Einrichtung rund 100 Kurse mehr an als noch im Herbst und Winter. Hauptgrund: Der Fachbereich 5 „Beruf und Digitales“ wächst.

 „In dieser Sparte haben wir die Zahl der Kurse verdoppelt – nun sind es dort 131 Veranstaltungen“, erklärte Anita Gutmann beim Pressegespräch am Montag. Im September hat sie die Leitung des Fachbereichs neu übernommen. Zunächst änderte sie den Namen von „Beruf und EDV“ in „Beruf und Digitales“, anschließend ergänzte sie das Angebot. Zur Vermittlung von Grundlagen an PCs, Tablets und Smartphones gesellen sich nun Themen wie „ChatGPT effektiv nutzen“, „KI-Bilder: Kreativ mit Künstlicher Intelligenz“ oder „Sicher und geschützt im Netz: Datenschutz für die Familie“.

„Im neuen Semester setzen wir noch mehr auf die übergreifende Digitalplattform der Volkshochschulen“, so Gutmann. Über das „vhsKOOP“-Portal biete man im Frühjahr und Sommer elf eigene Online-Kurse an. Den Interessierten legt die neue Fachbereichsleiterin zudem zwei Veranstaltungen besonders ans Herz: zum einen den Online-Kurs „Künstliche Intelligenz im Beruf“ im März (52001, viermal mittwochs von 20 bis 21.30 Uhr), zum anderen die Präsenzveranstaltung „Eigene Musikprojekte mit Audacity“ im VHS-Haus am Gaswerk (54101, 11.5., 15-17 Uhr).

Verteilt auf alle fünf Fachbereiche hat die VHS Nördlicher Breisgau im kommenden Semester insgesamt 881 Kurse im Angebot. Das sind 100 mehr als noch im vergangenen Jahr. Ins Auge sticht neben der Quantität die Vielfalt. Das Spektrum reicht vom Babyschwimmen bis zum Demenz-Parcours, vom Politikvortrag bis zur Städtereise und vom Steuerrecht bis hin zu den Weisheiten des Hinduismus. „Unser Angebot ist bunt – dies drückt auch das Titelbild unseres neuen Programmhefts aus“, sagte Antje Kittelberger, Leiterin des Fachbereichs Sprachen, die am Montag den verhinderten VHS-Leiter Felix Häring vertrat.

Beim Pressegespräch stellten die einzelnen Fachbereichsleiter jeweils zwei Kurse vor. Manfred Blassmann (Kultur & Kreatives, 163 Kurse) warb für die Reihe „Kultur am Vormittag“. Sie beginnt am 3. März und besteht aus zehn Veranstaltungen, die immer dienstags von 9.30 und 11 Uhr stattfinden. Hochrangige Hochschullehrer referieren über Regionalgeschichte, Beethoven, die Stasi und weitere Themen (20100). Blassmann wies außerdem auf den Kurs „Faszination Klassische Musik“ mit Dr. Ulrich Fritz hin (21900, 6x montags von 10 bis 11.30 Uhr) hin.

Steffen Jauch (Gesundheit & Ernährung, 336 Kurse) empfahl Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen den „Lungensport-Kurs“ (32203). Außerdem legte er Fitness-Fans den „STRONG Nation“-Schnupperkurs (32209, 32210) ans Herz. Darin wird hochintensives Intervalltraining mit Musik rhythmisiert. Antje Kittelberger (Sprachen, 161 Kurse) erwähnte unter anderem die 50 Integrationskurse. Laut der Fachbereichsleiterin biete die VHS ihre Berufssprachkurse mittlerweile auch direkt bei Unternehmen an. Ab drei Teilnehmern sei dies möglich.

Den Fachbereich Gesellschaft, den eigentlich Felix Häring leitet, stellte Manfred Blassmann vor. Zum einen machte er auf eine Exkursion nach Basel aufmerksam. Am 26. März wolle man „das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des Dreiländerecks“ sowohl malerisch als auch architektonisch erkunden (11111). Zum anderen warb Blassmann für eine Podiumsdiskussion zur anstehenden Landtagswahl. Am 10. Februar lädt die VHS von 19 bis 21.30 Uhr zum Wahlforum (12099) ins Hauptgebäude ein. Vertreten sein werden sechs Direktkandidaten aus dem Wahlkreis Emmendingen/Lahr.

Fazit: Mit ihren Themen gelingt es der Volkshochschule Nördlicher Breisgau auch im Frühjahrs- und Sommersemester 2026 wieder, die Bedürfnisse der Gesellschaft zu spiegeln. Einen Überblick gibt das druckfrische Programmheft, das dieser Zeitung kostenlos beiliegt. Kurse buchen kann man über die Webseite (www.vhs-em.de), per Telefon (07641/92250) sowie schriftlich oder persönlich in der Geschäftsstelle. Silas Weis und Daniel Gorzalka