„Erfolgreichstes ‚I EM Music!‘, das wir je hatten“: Veranstalter Christoph Römmler über die 22. Auflage des Festivals
Von Donnerstag bis Sonntag fand in Emmendingen zum 22. Mal das „I EM Music!“ statt. Für Christoph Römmler, Chef der Veranstaltungsagentur KAROevents, war es die bislang erfolgreichste Auflage des Festivals. Im Interview spricht er über den Rekordbesuch, den neuen VIP-Bereich und den weißen Van, der die Stars allabendlich zum Bühneneingang chauffierte.
Herr Römmler, wie liefen die vier Tage aus Ihrer Sicht?
„Entgegen aller Trends, die derzeit in der Veranstaltungsbranche herrschen, war es das erfolgreichste ‚I EM Music‘, das wir je hatten. Mit jeweils 5.000 Besuchern waren Nena, Mark Forster und Andrea Berg lange im Vorfeld ausverkauft. Bei Jazeek konnten wir mit den gut 2.500 Gästen ebenfalls zufrieden sein. An vier Tagen fast 17.500 Menschen auf dem Schlossplatz zu holen, ist uns noch nie gelungen. Eine ähnliche Gesamtzahl erreichten wir 2022 schon einmal. Wegen der vorangegangenen Corona-Pandemie waren es damals jedoch fünf Konzerte.“
Wie war die Stimmung diesmal?
„Das Wetter hat an allen vier Tagen perfekt mitgespielt. Es waren vier herrlich milde Sommerabende auf dem Schlossplatz. Das hat sich natürlich positiv auf die Stimmung ausgewirkt. Wie gut die Laune der Besucher ist, können wir natürlich nicht bis ins Letzte beeinflussen. Als Veranstalter haben wir dafür zu sorgen, dass alles reibungslos funktioniert. Tatsächlich lief es in diesem Sommer wie am Schnürchen. Vieles hat sich in den 22 Jahren eingespielt. Am Sonntagabend um 24 Uhr waren die Zäune komplett weg. Am Montag folgte der Abbau der Bühne und der Technik. Dass hier übers Wochenende knapp 17.500 Zuschauer gefeiert haben, kann man mittlerweile nur noch erahnen.“
Der VIP-Bereich wurde vom Spielplatz auf die gegenüberliegende Ecke zum Schlosskeller verlegt.
„Es war das erste Mal dort und dafür hat es meiner Meinung nach gut funktioniert. Die extra errichtete Empore und auch der darunter eingerichtete Stehbereich wurden bei allen Konzerten voll genutzt. Statt aus einer durchgängigen großen Fläche mit Pavillons bestand die VIP-Zone nun aus mehreren unterschiedlichen Bereichen. Diese Vielfalt kam bei unseren „VIPs“ gut an. Nachjustieren müssen wir noch bei den Sichtverhältnissen im Sitzbereich.“
Dafür mussten die Künstler in den Saal der Katholischen St. Bonifatius-Gemeinde weichen.
„Als ‚weichen‘ würde ich es nicht bezeichnen. Für uns als Veranstalter war die Miteinbeziehung des Saals auf der anderen Straßenseite ein klarer Vorteil. Weil Produktion, Technik und der Aufenthaltsbereich der Stars erstmals an einem Ort zusammengefasst waren, konnten wir besser agieren. Natürlich bedingte dies, dass wir die Künstler von dort extra zur Bühne ‚shutteln‘ mussten.“
Und zwar mit dem weißen Van, der kurz vor Konzertbeginn auf die Hebelstraße fuhr, bei der Spielspirale in die Fußgängerzone abbog und bei der Eis-Saviane hielt.
„Natürlich hatte es sich nach dem ersten Abend gleich rumgesprochen, dass die Künstler auf diese Weise zum Schlossplatz chauffiert werden. Die Fans, die das mitbekommen hatten, und die Passanten, die zufällig in der Nähe waren, konnten einen Blick erhaschen. Manche bekamen sogar ein Selfie oder ein Autogramm. Für mich waren das die kleinen besonderen Momente, die solche Abende ausmachen. Voraussetzung dafür sind zwei Dinge: Zum einen müssen wir mit dem Auto reibungslos rein- und rausfahren können. Zum anderen ist es wichtig, dass die Fans den Künstlern gegenüber nicht zu aufdringlich sind. Das hat insgesamt gut geklappt“.
Nach dem Festival ist vor dem Festival. Laufen für das „I EM Music“ 2027 bereits die Planungen?
„Sie laufen schon lange auf Hochtouren. Wir gehen davon aus, dass wir in den nächsten ein bis zwei Wochen die ersten Künstler bestätigen und nach außen kommunizieren können. Wenn es so einigermaßen klappt, was wir vorhaben, dann kann sich Emmendingen auch 2027 auf ein tolles Programm freuen.“

Interview und Foto: Daniel Gorzalka
