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Nix zu verlieren gegen die „Lurchis“: SG empfängt heute den Tabellenführer

Für die Drittliga-Handballer der SG Köndringen/Teningen beginnen die Wochen der Wahrheit. Die Gelb-Schwarzen stehen auf dem drittletzten Platz und müssen punkten, um aus dem „Tabellenkeller“ rauszukommen. Nach einem starken Auftritt bei der HSG Konstanz standen sie am vergangenen Samstag aber erneut mit leeren Händen da. Und die nächste Aufgabe wird nicht leichter. Kommenden Sonntag kommt Tabellenführer Salamander Kornwestheim in die Ludwig-Jahn-Halle.

Die „Lurchis“ aus der einstigen Schuhmetropole im Kreis Ludwigsburg reisen mit dem achten Erfolg in Serie nach Teningen an. Am vergangenen Samstag bezwang das Team von Cheftrainer Alexander Schurr im Derby den VfL Pfullingen in eigener Halle mit 28:24-Toren, bestätigte damit eindrucksvoll seine aktuell überragende Form und konnte den Vorsprung an der Tabellenspitze sogar leicht ausbauen. SG-Chefcoach Ivan Mlinarevic hat das Spiel im Nachhinein via Live-Stream verfolgt und weiß deshalb genau, was auf ihn und seine Mannschaft zukommen wird. „Kornwestheim ist ein Topteam der Liga. Die sehr gut besetzte Mannschaft spielt seit mehreren Jahren zusammen, verfügt über eine stabile Abwehr und ein ausgezeichnetes Umschaltspiel. Die Spieler verstehen sich quasi blind“, bilanziert der Übungsleiter. Da gelte es nun dagegen zu halten. Doch nur auf den Gegner zu schauen, bringe die Gelb-Schwarzen nicht weiter. „Wir müssen uns auf uns und unsere Stärken konzentrieren, in der Abwehr gut stehen wie gegen Konstanz und unsere Torchancen vorne konsequenter nutzen“, gibt Mlinarevic die Marschroute aus und hofft dabei natürlich wieder auf die lautstarke Unterstützung der Fans.

An die positiven Dinge anknüpfen  

Die gute Nachricht: Es gibt keine weiteren verletzten Spieler in den Reihen der Gelb-Schwarzen und die Neuzugänge kommen immer besser ins Spiel. Rückraumakteur Jan Ecker, Spielmacher Philipp Hufschmidt und Kreisläufer Adam Petric, der erst kürzlich von den Kadetten Schaffhausen verpflichtet wurde, bekamen viel Spielzeit. Sie wurden in der Partie gegen den Ex-Zweitligisten HSG Konstanz im Schnitt rund 20 Minuten eingesetzt. Jan Ecker erzielte zwei Tore, Adam Petric traf einmal. Der 2,04 Meter große, kräftige Kroate, der in der Schweiz geboren ist, macht nicht nur vorne am Kreis das Angriffsspiel der SG variabler. Im Innenblock zusammen mit Jonas Meyer stabilisiert er zudem die Abwehr. Mlinarevic stellte den Kontakt zu seinem Landsmann in die Schweiz her. „Die drei Neuzugänge, durch die unser Kader nicht nur in der Breite verstärkt worden ist, ergänzen unser Team perfekt. Aber sie brauchen natürlich alle noch ein bisschen Zeit“, stellt der Chefcoach fest und blickt auf das Spiel gegen Konstanz zurück, mit dem er über weite Strecken zufrieden war. Die SG habe aus einer stabilen Abwehr heraus agiert. Vorne seien aber zu viele Chancen verworfen worden. Auch die Tempogegenstöße wurden nicht genutzt. Ein weiteres Manko waren die technischen Fehler. Nichtsdestotrotz hätten die Gelb-Schwarzen Moral bewiesen, sich auch bei einem größeren Rückstand nie aufgegeben und immer wieder herangekämpft, lobte Mlinarevic insbesondere Linksaußen Maxi Endres, der mit einer 100-prozentigen Trefferquote (6 Tore) überzeugt habe. An die positiven Dinge aus dem Konstanz-Spiel gelte es nun im Heimspiel gegen den Tabellenführer anzuknüpfen und wieder „alles hineinzuwerfen“, so der Cheftrainer. Thomas Gaess