Neues Personal für die Rückrunde: SG Köndringen/Teningen reagiert auf Verletztenmisere
Der Handball-Drittligist SG Köndringen/Teningen (SG) startet am kommenden Samstag in der Ludwig-Jahn-Halle gegen den Tabellenletzten TuS Fürstenfeldbruck in die Rückrunde und kämpft weiterhin um den Klassenerhalt. Um das ausgegebene Saisonziel zu erreichen, hat sich die Spielgemeinschaft in der Winterpause verstärkt.
Teammanager Philipp Grangé und der Sportliche Leiter Reinhold Kopfmann haben in der handballfreien Zeit den Spielermarkt sondiert und wurden fündig. Mit dem wurfgewaltigen Rückraumakteur Jan Ecker von der Jugendspielgemeinschaft (JSG) Balingen-Weilstetten wurde ein vielversprechendes Nachwuchstalent verpflichtet. Der 1,93 Meter große Spieler, der aus Gutach im Kinzigtal stammt, spielt derzeit für die JSG – die Talentschmiede des Zweitligisten HBW Balingen-Weilstetten – erfolgreich in der A-Jugendbundesliga. Durch ein Zweitspielrecht kann er nun gleichzeitig für die Gelb-Schwarzen auflaufen. „Wir hatten Jan Ecker schon länger auf unserem Zettel. Er hat bei uns einen Vertrag bis 2027 unterschrieben und wird dann in der kommenden Runde ausschließlich für die SG spielen“, freut sich Grangé über den Coup. Der 18-jährige sei in der württembergischen Handball-Akademie sehr gut ausgebildet worden und könne sowohl in der Offensive wie in der Abwehr eingesetzt werden, lobt Grangé auch sein großes taktisches Verständnis. Ecker, der im Training einen hervorragenden Eindruck hinterlassen habe, hat zusammen mit SG-Rechtsaußen Peter Feißt bereits in der baden-württembergischen A-Jugend-Auswahl zusammengespielt und trifft im Breisgau also auf einen alten Bekannten. „Im linken Rückraum wird er gemeinsam mit Jonas Meyer ein gutes Duo bilden“, ist sich der Teammanager sicher.
Weiterer Deal fast perfekt
Eine weitere Neuverpflichtung steht kurz vor dem Abschluss. Kopfmann und Grangé befinden sich derzeit noch in Verhandlungen. „Wir rechnen damit, dass wir im Laufe dieser oder der nächsten Woche alles perfekt machen können. Deshalb kann ich noch über keine Details sprechen, aber so viel kann ich vorab schon sagen. Bei unserem Wunschspieler handelt es sich um einen 20-jährigen hochtalentierten Kreisläufer, der von der Grundidee sehr gut in unser Spielsystem passt“, verrät Grangé im ET-Gespräch. Philipp Hufschmidt, der beim TuS Schutterwald ausgebildet wurde, war bereits im Dezember verpflichtet worden. Der 22-jährige, klassische Spielmacher könne Pascal Helm natürlich nicht Eins zu Eins ersetzen, verfüge aber über sehr viel Spielintelligenz und eine gute Auffassungsgabe und soll zusammen mit Sebastian Endres und Emanuel Bello die Spielmacherposition ausfüllen, erläutert Grangé.
Kader in der Breite verstärkt
Aufgrund der anhaltenden Verletztenmisere mussten die SG-Verantwortlichen tätig werden. Neben Rückraumakteur Andreas Bühler, der zweimal an der Hüfte operiert worden ist, fällt auch Spielmacher Pascal Helm (Brustmuskel-OP) für den Rest der Saison aus. Und dieser Verlust wiegt sehr schwer. Bastian Oesterle, der seit der Vorbereitung an einer Schambeinentzündung laboriert, trainiert noch individuell und kann, wenn alles gut läuft, vielleicht noch in der laufenden Saison eingesetzt werden. Rechtsaußen Luis Ehret kam erst gegen Ende des vergangenen Jahres aus einer langwierigen Verletzung zurück und auch Goalgetter Maurice Bührer und Jonas Meyer (Schulterprobleme) sind noch leicht angeschlagen. „Uns war klar, dass wir in dieser Situation handeln und den Kader in der Breite verstärken müssen. Durch die Neuverpflichtungen haben wir nun einiges an Quantität und Qualität hinzugewonnen“, so der Teammanager, der zuversichtlich ist, dass die Gelb-Schwarzen den Klassenerhalt schaffen können. „Die Jungs sind hochmotiviert und die Stimmung im Team ist durchweg positiv. Wenn wir davon ausgehen, dass wir 22 bis 24 Punkte für den Nichtabstieg brauchen, dann wird es allerdings noch ein weiter, steiniger Weg bis zu unserem Ziel“, so Grangé. Thomas Gaess

