Rebsorten dort genießen, wo sie wachsen: In Sexau fand am Sonntag zum zweiten Mal der „Weinfrühling“ statt
Perfektes Wanderwetter herrschte am Sonntag beim „Sexauer Weinfrühling“. Bei angenehmen 20 Grad begaben sich Hunderte Ausflügler auf den idyllischen „Räbhisliweg“ und genossen an den vier extra eingerichteten Ständen die einheimischen Tropfen.
Die 4,6 Kilometer lange Genussmeile konnte man von zwei Seiten aus bewältigen. Wer vom Rathaus aus startete und am Reichenbächle entlanglief, musste erst eine kleine Steigerung bewältigen, um auf den Weinberg zu kommen. Belohnt wurden die Ankommenden mit einem herrlich klaren Panoramablick, der über Sexau hinweg bis ins Elsass reichte. Auf der drehbaren Holzliege, die auf dem Holzbehälter aufgebaut war, wurden zahlreiche Selfies gemacht.
Direkt daneben markierte der Stand der Winzergenossenschaft Buchholz-Sexau den eigentlichen Anfang der Genussmeile. An Stehtischen, Biertischen und sogar in Liegestühlen wurden sowohl klassische Rebsorten als auch Weincocktails kredenzt. Wer noch nichts im Magen hatte, bekam nur wenige Schritte weiter oben vom Musikverein Sexau herzhafte Rebburger serviert. Auf diese Weise schufen die Gäste eine wohlige Grundlage für den Anstieg zur höchsten Stelle des Weinbergs.
Dort hatte sich das Weingut Frey aus Denzlingen einquartiert. Am „Räbhisle vom Hirschefritz“ servierten Barbara und Martin Frey unter anderem Sekt und Wein-Slushs an. Dazu gab es Oliven und italienisches Focaccia-Brot. Unter den stilvollen Sonnensegeln genossen die Wanderer den uneingeschränkten Blick ins Tal. Danach führte der Weg durch einen kleinen verträumten Pfad bis hinunter zum Wandrand, wo sich das Weingut Moosmann eingerichtet hatte.
Für die WG Buchholz-Sexau sowie Weingüter Frey und Moosmann, die den „Sexauer Weinfrühling“ zum zweiten Mal organisiert hatten, war die Veranstaltung ein Erfolg. Den Wein dort zu trinken, wo er wächst und dabei in die Welt der Rebsorten einzutauchen, bereitete den Besuchern sichtlich Spaß. Mit Begeisterung teilten die Winzer ihr Wissen. Hinzu kamen die kreativen Hinweisschilder des „Räbhisliwäg“. Wer ihn nicht kennt, sollte ihn wandern. Es lohnt sich!
Text und Bilder: Daniel Gorzalka

