Ein Angebot „rund ums Lernen“
Endingen (est). Seit 2021 gibt es auch an der Endinger Grundschule das Angebot des Kiwanis Club Emmendingen / Baden der Kiwanis-Ferienschule für Kinder der Klassen 1 bis 4. Zwei Wochen wird Schule für die teilnehmenden Kinder – in diesem Jahr sind es insgesamt 77 Schüler – ganz anders als gewohnt erlebt.
Neben der Vertiefung des Lernstoffes in Deutsch und Mathematik und Deutsch als Zweitsprache in individuell betreuten Kleingruppen, gibt es ganz eigene künstlerische und handwerkliche Talente in den nachmittäglichen Workshops zu entdecken. Außerdem können neue Freundschaften über den üblichen Klassenverband hinaus geknüpft werden.
In das gerade erst erneuerten Schulgebäude der Endinger Grundschule am Erle hatte Robert Vogels vom Kiwanis Club Emmendingen/Baden am vergangenen Freitag zum Pressetermin eingeladen. Die Ferienschule war somit mit Ende der ersten Woche mitten im Geschehen. Anwesend war die Projektleiterin Alisha Haßler, die dieses Amt bereits zum vierten und damit auch zum letzten Mal ausübt. Unterstützt wird sie von Schulsekretärin Anni Andritzke und von der Stadtverwaltung waren Thea Novakovic sowie Bürgermeister Tobias Metz vor Ort.
War die Teilnehmerzahl der Schüler im letzten Jahr noch sehr verhalten, ist das Organisationsteam mit 110 Anmeldungen, manche Kinder kommen sogar in beiden Wochen, in diesem Jahr sehr zufrieden. Für das nächste Jahr sind die Planungen für die Fortsetzung der Ferienschule voll im Gang und werden für Realschüler ab der Jahrgangsstufe 5 erweitert, so Robert Vogels. Die Lernbegleiter rekrutieren sich aus dem Studentenpool der Lehramtsanwärter und bilden für diese wertvolle Praxiserfahrungen. Auch für einen angehenden Erzieher aus Spanien ist die Teilnahme ein Teil des Anerkennungszeugnisses.
Beim Besuch zweier Lerngruppen, die sich gerade mit Mathematik und Leseverständnis mit Hilfe moderner digitalen Tafeln beschäftigten, strahlten die Schüler Gelassenheit und Freude an der Sache aus. „Ich habe hier viel Spaß. Zuhause ist mir langweilig“, so die Aussage eines Kindes. Ein Bewegungsspiel am Morgen bildet das Ritual des Ankommens. Danach geht es in Deutsch und Mathematik zur Sache. Die Schüler werden individuell auf ihrem Leistungsstand abgeholt und der Lernstoff gefestigt. Beim gemeinsamen Mittagessen können soziale Kontakte geschmiedet werden wie auch am Nachmittag bei den Workshops „Kochen und Backen“ „Kreatives Basteln“ oder dem Eintauchen in Berufswelten wie die des Floristen. Auf Entdeckungstour geht es mit einer Stadtrallye, wo am Ende ein persönlicher Detektivausweis wartet. In der andauernden Hitze ist auch eine Wasserschlacht ein erholsames Vergnügen nicht nur für die Schüler.
Der Elternbeitrag ist mit 50 Euro pro Woche inklusive Mittagessen und Materialien nur ein kleiner Kostenbeitrag. Als Hauptsponsor tritt der Kiwanis Club auf und generiert diese mit Veranstaltungen wie Benefizkonzerten. Der Club freut sich jedoch über weitere Sponsoren aus der Umgebung, um die Rest-Kosten für die Stadt als Schulträger möglichst gering zu halten. Bürgermeister Tobias Metz bedankte sich am Ende des Pressetermins deshalb explizit bei allen Sponsoren, den Lernbegleitern und hier vor allem bei Alisha Haßler, den Mitarbeitern der Schule und der Verwaltung und natürlich bei den Eltern und den teilnehmenden Kindern.
