Am Sonntag ist Wahltag
Landtagswahl: 8,4 Prozent aller Wahlberechtigten können am 8. März erstmals mitwählen
Baden-Württemberg. Am kommenden Sonntag, 8. März, wählt Baden-Württemberg einen neuen Landtag. Mit ihren Stimmen entscheiden die Wählerinnen und Wähler, wer das Land in den kommenden Jahren gestaltet – von Bildung über Umwelt bis Wirtschaft. Zum ersten Mal gilt ein reformiertes Wahlrecht mit zwei Stimmen und ein Wahlalter ab 16 Jahren.
Der Stimmzettel enthält alle Parteien und Bewerber, die in dem jeweiligen Wahlkreis antreten. Da diese von Wahlkreis zu Wahlkreis variieren, gibt es keinen einheitlichen Stimmzettel für ganz Baden-Württemberg. Ihre Erststimme vergeben die Wählerinnen und Wähler für die Person, die den jeweiligen Wahlkreis direkt im Landtag vertreten soll. Die Zweitstimme gilt für die Landesliste einer Partei, also dafür, wie viele Sitze jede Partei insgesamt bekommt. Die beiden Stimmen können auch gesplittet werden, man entscheidet sich bei der Erststimme für eine Kandidatin oder einen Kandidaten von Partei A, kann aber durchaus die Zweitstimme an Partei B geben. Die Gewinner jedes Wahlkreises ziehen als Direktkandidaten in den Landtag ein. Die weiteren Sitze werden anhand der Landeslisten verteilt, die die Parteien intern aufgestellt haben und abhängig vom Ergebnis der Zweitstimmen. Was kompliziert klingt, ist bei Bundestagswahlen längst üblich.
Rund 7,7 Millionen Menschen sind laut Statistischem Landesamt bei der Landtagswahl 2026 wahlberechtigt. Das sind so viele wie noch nie. Durch die Absenkung des Wahlalters ist auch der Anteil der Erstwahlberechtigten höher als bei vorigen Landtagswahlen – rund 650.000 Menschen und damit 8,4 Prozent aller Wahlberechtigten können am 8. März erstmals ihre Stimme abgeben.
Der ReblandKurier hat die Wahlkreiskandidaten aller Parteien, die unsere freiheitlich demokratische Grundordnung stützen und zudem realistische Aussichten haben, in den Landtag einzuziehen, interviewt und in seinen Ausgaben vom 18. Februar und heute auf Basis der gegebenen Antworten porträtiert. In der hier vorliegenden Ausgabe des ReblandKuriers treffen zwei Wahlkreise aufeinander – Breisgau und Freiburg II. Die meisten Leser leben im Wahlkreis Breisgau und können die entsprechenden Direktkandidaten wählen. Lediglich die Bürger von Schallstadt gehören zum Wahlkreis Freiburg II und haben daher andere Direktkandidaten auf dem Stimmzettel. Im Innenteil finden sich die Porträts beider Wahlkreise.
Wer zieht in den Landtag von Baden-Württemberg ein? Welche Parteien bilden zusammen eine Regierungskoalition und wer wird neuer Ministerpräsident? Die Antworten gibt es am Sonntag. Frank Rischmüller
Kandidateportraits zur Landtagswahl finden sich in den verschiedenen Lokalausgaben des ReblandKuriers.
