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Ballons markierten das Bauwerk

Bürgerinitiative Gute Gleise veranstaltete einen Aktionstag am Batzenberg / Einschnitte aufgezeigt

Schallstadt. Die Bürgerinitiative Gute Gleise lud am Samstag zum Aktionstag Batzenberg an den Bauhof der Gemeinde Schallstadt ein und bei Regen kamen etwa 100 Besucher. Sie sollten anhand von Markierungen besser erkennen können, welche immensen Auswirkungen die von der Bahn geplante Hochgeschwindigkeitsstrecke mit Batzenbergtunnel auf die Gemeinde haben werden.

Schon seit dem frühen Morgen hatten dafür etwa 35 Helfer Markierungen an Wiesen und Weinbergen angebracht, die sowohl die erschreckende Höhe als auch die Breite der geplanten nördlichen Eingangstraße verdeutlichen sollten. Direkt neben dem Bauhof wird diese Brücke an der unteren Seite sieben Meter hoch sein. In noch größerer Höhe kommen die Schallschutzwände hinzu. Thomas Reipöler von den Guten Gleisen betonte, man sei selbstverständlich nicht gegen den Bahnausbau, sondern gegen die aktuell geplante Form. Die Bürgerinitiative wünsche sich statt Tunnelblick und Hochgeschwindigkeit vernünftige Investitionen in Zuverlässigkeit und stabile Infrastruktur und in den Nahverkehr.

Gemeinsam mit den anliegenden Gemeinden des Batzenberges wurde ein Gutachten in Auftrag gegeben um die Kosten, die Fahrzeitersparnis, die Dauer der Bauarbeiten und die Einschränkungen des öffentlichen Verkehrs während der Bauarbeiten überprüfen zu lassen. Für ein paar Minuten Zeitersparnis drohe laut Gute Gleise bei immensen Kosten und zerstörter Landschaft unter anderem ein Verkehrskollaps während der jahrelangen Bauzeit, sollte zum Beispiel der Kreisverkehr für längere Zeit nicht nutzbar sein. Auch der Bürgermeister von Schallstadt Sebastian Kiss richtete sich an die Besucher: „Dieser Tag ist enorm wichtig um aufzuzeigen, was der in dieser Form geplante Bahnausbau für uns bedeuten würde.“ Die Besucher zeigten sich betroffen und besorgt. Gabriele Kenz