Beschluss: Um- und Neubau
Gemeinderat genehmigt Baumaßnahmen an der Landeck-Schule / Einsparungen geplant
Bad Krozingen. In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause genehmigte der Gemeinderat mehrheitlich die jüngste kostenoptimierte Vorentwurfsplanung für die Baumaßnahmen an der Landeck-Schule. Sie umfassen Umbauten in den bestehenden Schulgebäuden, den Neubau einer Mensa mit Betreuungsräumen und die Gestaltung der Außenanlagen. Der Rahmen für die Gesamtkosten wurde mit circa 12,3 Mio. Euro brutto gesteckt beziehungsweise knapp 15,5 Mio. Euro brutto inklusive Teuerung und Reserve.
Lagen die geschätzten Gesamtkosten (mit Indexteuerung und Puffer) nach der letzten Kostenoptimierung Anfang Juni noch bei knapp 17,1 Mio. Euro, führte das erneute Ansetzen des Rotstiftes zu einer weiteren Kostensenkung. Dabei wurden die geplanten Maßnahmen auf das Nötigste beschränkt. Für die barrierefreie Anbindung der beiden äußeren an das zentrale Gebäude werden ein Plattformtreppenlift und eine barrierefreie Rampe beziehungsweise ein neuer außenliegender Aufzug sorgen. Das bestehende zentral gelegene Foyer mit Aula soll durch den Umbau zum Schülercafé und Raum für Kunst, Musik und Bewegung werden.
Beim Neubau führen die Einsparmaßnahmen dazu, dass das Gebäude kürzer und niedriger wird. Da die Technik nicht in einem separaten Zwischengeschoss, sondern in einem Teil des Obergeschosses untergebracht wird, entfallen zwei der ursprünglich geplanten sechs Betreuungsräume. Auch der Laubengang wurde gestrichen, die überdachte Terrasse vor der Mensa und die darüberliegende Lernterrasse bleiben erhalten. Weitere Kosten konnte man unter anderem bei Elektro, Heizung, Lüftung, Sanitär und Küche sowie durch das Verkleinern der verglasten Fassadenfläche einsparen. „Es wird sehr schwer, jetzt noch weitere Sparpotenziale zu finden“, erklärte Tobias Strecker vom Büro Schaudt Architekten.
Gestaltung des Außenbereichs
Für die kostengünstigere Anlage des Außenbereichs hatte sich die Verwaltung Gedanken gemacht. Man wolle auf dem Schulgelände gewachsene Bäume aus der Gemarkung einsetzen, so Bürgermeister Christoph Ober. Die Nicht-Verkehrsflächen sollen in einem von Förster Johannes Wiesler begleiteten Projekt gemeinsam mit den Schülern gestaltet werden. „Kostengünstig, kindgerecht und kreativ und noch dazu pädagogisch wertvoll“, begeisterte sich Oberbürgermeister Volker Kieber. Für die Außenlagen ist ein Budget von 600.000 Euro brutto vorgesehen.
Frank Nopper (KFB) erklärte, er sehe Fortschritte, das Konzept werde funktionieren. Man habe 7 Mio. Euro eingespart (gegenüber der Schätzung vor der Kostenoptimierung Anfang Juni).
Diskussionen um die Kosten
„Wir wollen die Mensa, aber nicht um jeden Preis“, äußerte sich Rebekka Gerboth (CDU). „Das Geld, das ausgegeben wird, müssen wir an anderer Stelle einsparen.“ „Schule als Lern- und Lebensraum geht nur mit Mensa“, erklärte Corinna Quartier für die Fraktion B90/ Die Grünen. Die kostenoptimierte Planung lasse bei allen Sparmaßnahmen die Durchführung der pädagogischen Konzeption zu mit dem Ziel, Bildungschancen für alle zu gewährleisten. Klaus Finke (SPD) begrüßte die konstruktive Auseinandersetzung, mit der man in kurzer Zeit ein deutliche Kosteneinsparung erreicht habe. Statt des von CDU und KFB beantragten Kostendeckels in Höhe von 12,3 Mio. Euro einigten sich die Ratsmitglieder mehrheitlich auf den Beschluss, „den Kostenrahmen … inklusive der eingeplanten Mittel für die Außenanlagen mit Stand vom 28.07.2026 einzuhalten“. Andrea Hagemann-Raffs
