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Die Freiwillige Feuerwehr March

Bei der Jahreshauptversammlung in der March gab es zahlreiche Informationen, Ehrungen und Beförderungen

March. Ohne besonders schwere Einsätze konnten sich die Aktiven der Feuerwehr March im zurückliegenden Jahr auf die Planung und Umsetzung der Modernisierung ihrer Ausstattung konzentrieren. Die Jugendabteilung hatte zudem zum Zeltlager eingeladen.

90 Einsätze mit zusammen gut 1.400 Einsatzstunden hatte die Feuerwehr March im zurückliegenden Jahr abgeleistet, das seien genauso viele gewesen, wie im Jahr zuvor, erläuterte Kommandant Stefan Berger in seinem Jahresbericht anlässlich der mit rund 120 Mitgliedern und Gästen gut besuchten Jahreshauptversammlung im Feuerwehrgerätehaus im Marcher Zentralgebiet. Ein Problem würden zunehmend Fehlalarme, oft durch Brandmeldeanlagen, erklärt der Kommandant. Immerhin 19 Mal wurde unnötig alarmiert, zweimal auch von einem modernen Mobiltelefon, das selbstständig Alarm gegeben habe, als es im Fahren von einem Autodach fiel. Zehnmal musste die Wehr zu Bränden ausrücken, 36 Mal war technische Hilfeleistung gefragt und 16 Mal rückten die Wehrleute zur Überlandhilfe aus. In einer Präsentation stellte Berger anschließend einige besonders in Erinnerung gebliebene Einsätze vor, darunter schwere Verkehrsunfälle, zwei Überlandhilfe-Einsätze des neuen Tanklöschfahrzeuges an einem Tag oder ein brennendes Elektroauto in Neuershausen, dessen Batteriezellen sich immer wieder entzündeten und das letztendlich erst nach vielen Einsatzstunden und rund 20.000 Litern Löschwasser Ruhe gab.
Mit 82 Aktiven ist die Einsatzabteilung im zurückliegenden Jahr um drei Mitglieder gewachsen, gleichzeitig wuchs auch die Zahl der aktiven Feuerwehrfrauen um drei auf zwölf Kameradinnen. 45 Aktive sind dabei Atemschutzgeräteträger, 29 haben den Führerschein für die großen Einsatzfahrzeuge, zwölf Aktive sind Gruppenführer und neun weitere haben die Qualifikation als Zugführer.
Die Jugendabteilung nahm um 15 Mitglieder auf 47 ab, 20 ehemalige Aktive sind in der von Armin Schindler geleiteten Ehrenabteilung. Das Durchschnittsalter der Einsatzabteilung beträgt 38 Jahre. Insgesamt wandten die Aktiven im Jahr 2025 mehr als 5.000 Stunden ihrer Freizeit für Übungen, Proben, Ausbildungen und Besprechungen auf.
Ein für die Marcher Feuerwehr besonderes Ereignis war die Ausrichtung des wohl bisher größten Jugendzeltlagers im Landkreis im Juli auf dem Areal des früheren Buchheimer Sportplatzes. Rund 950 Jugendliche in 65 Gruppen aus 33 Feuerwehren des Landkreises und der Stadt Freiburg hätten daran teilgenommen, berichtete Jugendwart Niclas Bürger. Die Vorarbeiten und Planungen hätten schon im Frühjahr 2024 begonnen, am Ende dankten viele Gäste später auch in ihren Grußworten für den Einsatz der unzähligen freiwilligen Helfer. Bürgermeister Helmut Mursa sprach von einer tollen Gemeinschaftsleistung. Allein 240 Schichten mussten für Auf- und Abbau, Wettkämpfe und Spiele, Logistik und vielem mehr besetzt werden. Auch für 2026 habe die Jugendabteilung einiges vor, erklärte Bürger, immerhin könne man sein 50-jähriges Bestehen feiern.
Ein zentrales Thema der Marcher Wehr ist die Instandhaltung und Modernisierung des Fahrzeugbestandes. So konnte im Oktober anlässlich des bayerischen Frühschoppens das neue Tanklöschfahrzeug TLF 4.000 eingeweiht werden. Aktuell stehe das schon beauftragte Mittlere Löschfahrzeug MLF beim Feuerwehrausrüster, möglicherweise kann es noch 2026 geliefert werden. Die ebenfalls notwendige Beschaffung eines neuen Löschfahrzeugs LF 20 hatte der Gemeinderat aufgrund der knappen finanziellen Mittel der Gemeinde verschoben. Auch wenn die aktuell ältesten Marcher Löschfahrzeuge aus den Jahren 2000 und 2002 stammten, seien sie schon jetzt teilweise sehr reparaturanfällig, erläuterte Berger. Manche notwendigen Ersatzteile seien kaum noch zu bekommen.
Neu ist nun eine moderne Beschallungsanlage für die Fahrzeughalle, die sowohl bei Veranstaltungen als auch bei Übungen und Ausbildungen genutzt werden kann. Eine zentrale Dienstleistung auch für Nachbarwehren ist die Marcher Schlauchwerkstatt. Im zurückliegenden Jahr wurden in der Schlauchwerkstatt 2.118 Druckschläuche und 21 Saugschläuche mit einer Gesamtlänge von gut 37 Kilometern gereinigt und geprüft. Mit Bedauern musste Kommandant Berger die mitverantwortlichen ehrenamtlichen Gerätewarte Nico Dietz und Jonas Kaiser wegen Umzugs und beruflicher Veränderungen aus dem Gerätewart-Team verabschieden. Mario Schöneberg