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Erste Generalversammlung

Nach der Fusion der Feuerwehrabteilungen von Nieder- und Obereggenen gibt es eine erste Bilanz

Niedereggenen. Mit der „1. Generalversammlung“ kündigte sich ein wahrlich seltener Anlass an: Nach der Fusion der Nieder- und Obereggener Feuerwehrabteilungen zog der Vorstand der neuen „Abteilung Eggenertal“ erstmals Bilanz – gleichwohl wird die Jugendfeuerwehr ihr 40-jähriges Bestehen feiern.

Vor einem Jahr ging die lang vorbereitete Fusion über die Bühne, und aus den beiden benachbarten Abteilungen wurde eine Mannschaft. Auch die Jugendabteilungen wurden zusammengelegt und begehen daher im September gemeinsam das 40-jährige Bestehen der Obereggener Nachwuchsgruppe.

Verbessertes Miteinander
Erneuert wurde mit dem Zusammenschluss auch das Führungsduo: Die Geschicke leiten Abteilungskommandant Florian Riehm und sein Stellvertreter Christoph Mühle. Auf Nachfrage unserer Zeitung gab Riehm an, die beiden wichtigsten Auswirkungen zeigen sich einerseits in der Neuverteilung der Ämter sowie im verbesserten Miteinander. „Man merkt deutlich, dass wir jetzt eine Abteilung sind“. Mit vier Aktivfrauen und 56 Aktivmännern sei die Wehr gut aufgestellt. Hinzu komme die 17-köpfige Altersmannschaft. Absolviert wurden 2025 zehn Einsätze: Zwei Brände (Kaminbrand Niedereggenen, Flächenbrand Obereggenen) sowie acht technische Hilfeleistungen. Außerdem habe es 27 verschiedene Anlässe gegeben, darunter etwa Übungen und Lehrgänge, die sich wiederum in je fünfzehn und zehn Termine gliederten. Inbegriffen in dem vollen Programm sind die zahlreichen örtlichen Verpflichtungen wie St. Martinsumzug, Kindergartenübung, Ferienprogramm, Baumpflanz-Challenge und mehr. Die Bilderschau erinnerte die Anwesenden in der sehr gut besuchten Halle an viele gesellige Stunden der Einwohner beider Dörfer. Riehm wertete das teils festliche Großaufgebot als „super erfolgreich“.

Jugend
Der Leiter Daniel Oswald stellte seine starke Abteilung einzeln vor. Betreut werden 24 Jugendliche, darunter mehrere Mädchen, von zehn Betreuern. Das Programm konnte sich sehen lassen. 21 Aktivitäten, etwa Leistungsspange, Pokalwettkampf und Dreiländereck-Übung, reihten sich an zwölf soziale Aufgaben wie Schrottsammlung und Mitwirkung am Mai-Hock. Zudem gab es acht Freizeittermine, wie Europa-Park-Besuch und Fackelwanderung. Der Dank Oswalds galt allen Unterstützern. Weiter kündigte er das Kreiszeltlager in Efringen-Kirchen an und den „Jubiläums Spiellauf im Eggenertal“ anlässlich des runden Geburtstags am 26. September. Gewürdigt werden „40 Jahre Jugendfeuerwehr Obereggenen und ein Jahr Jugendfeuerwehr Eggenertal“.
Kassierer Tom Weber legte auf professionelle Art das Zahlenpaket offen. Das Finanzvolumen umfasste die Vorjahresalden beider Abteilungen und deren Entwicklung im ersten Jahr. Die Einnahmen überstiegen die Ausgaben, gleichwohl enthalte die Kasse Rücklagen. Anschaffungen beliefen sich auf 6500 Euro, darunter eine Putzmaschine (3750 Euro) und Kleidung (2200 Euro). Weber wie Riehm dankten den Spendern.
Alfred Barny, der stellvertretende Kommandant der Gesamtfeuerwehr, berichtete von der Nutzung der Überdrucktechnik im Atemschutz ab Januar 2026. Bereits Mitte 2024 sei die Entscheidung für die Umstellung gefallen. Im Oktober 2025 erfolgte die Bestellung, und im November der Umbau der alten Technik zuzüglich Schulung. Schon im Dezember 2025 wurde der Analog-Funk durch Digitalfunk ersetzt. Auch hier fiel Mitte 2024 die Entscheidung, und Anfang 2025 gingen die Projektaufnahme und Bestellung einher, gefolgt von Schulungen und Einbau der Technik. Wortreich listete Barny die nächsten Aufgaben auf, darunter die interkommunale Zusammenarbeit. Er ging auf die Führungsstruktur des Kreises Lörrach ein. Für 2027 sei die Umstellung des Einsatzstellenfunks geplant, in Absprache mit den umliegenden Wehren Kandern und Bad Bellingen. Auch die Überarbeitung des Themas „Leistungsfähigkeit einer Feuerwehr“ gehöre zu den Aufgaben.
Die Entlastung des Vorstands nahm Bürgermeister Christian Renkert vor. Begrüßt wurden die Neumitglieder Mailo Mähler, Manuel Kaiser, Julius Jung und Léon Maassen. Geehrt wurde die „Bronze Gruppe“ Ralf Gabelmann (GF), Patrik Palmié-Graf (MA), Julian Bruskowski, Michel Tobies, Simon Seitz, Stefan Schieferstein, Tim Strütt, Uwe Gerspacher und Tom Weber. Zum Oberfeuerwehrmann befördert wurden Nick Gerhart, Sebastian Stolze, Nils Fröhlich und Michel Tobies. Ines Bode