Positiver Ausblick auf 2026
Beim Jahresempfang Badenweiler stellte Bürgermeister Vincenz Wissler neue Projekte vor
Badenweiler. Das Bürgerinteresse war groß beim Jahresempfang der Gemeinde Badenweiler am vergangenen Sonntag. Stimmungsvolle Dudelsackklänge von den Castle Hill Pipers of the 79th District empfingen die zahlreichen Besucher und begleiteten sie in den René-Schickele-Saal des Kur- und Festspielhauses.
Bürgermeister Vincenz Wissler begrüßte, unter anderen, Ortsvorsteher umliegender Gemeinden, die Vertreter der Vereine, Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr und des Roten Kreuzes, Gemeinde-, und Ortschaftsräte, ein herzlicher Gruß ging an Altbürgermeister Rudolf Bauert.
„Ein solcher Empfang ist mehr als ein formeller Termin, es ist eine gute Gelegenheit kurz innezuhalten und auf das zu blicken, was gemeinsam erreicht wurde, und auf das, was noch kommt,“ eröffnete der Rathauschef seinen Jahresrückblick. Badenweiler habe als Kurort einen besonderen Stellenwert, aber letztendlich sind es die Menschen, die hier leben, arbeiten und sich ehrenamtlich engagieren, die eine Gemeinde zu dem machen, was sie ist: „Politik bedeutet in Badenweiler konkret, den Ort gemeinsam weiterzuentwickeln.“ Es habe viel, worauf man aufbauen könne, doch es gäbe einiges, wo man gemeinsam anpacken müsse, so Wissler.
Mit einem Film zum Gemeindeentwicklungsprogramm gab es spannende Einblicke, wobei Badenweiler klar punktet mit Lage, Kulinarik und Klima.
Die veritable Veranstaltungsreihe, im Rahmen der überaus gelungenen 1950-Jahr-Feier, hob der Bürgermeister in seinem Rückblick auf das Jahr 2025 besonders hervor, wobei sein Dank an die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer ging, an die Mitarbeiter des Bauhofs, der Verwaltung und an Bürgermeisterstellvertreter Hans-Dieter Paul.
Ein gewichtiges Thema war die Gefahrenabwehr vor Ort – was Katastrophenschutz und Terrorschutz beinhaltet – hier müssen die Kommunen Maßnahmen zum Schutz lebenswichtiger Einrichtungen planen, Wissler versicherte, die interkommunale Zusammenarbeit funktioniere, und die Weiterentwicklung des Katastrophenschutzes stehe auf der Agenda.
Die Aufwertung der Infrastruktur (Straßen, Kanäle und Feldwege), würde Stück für Stück angegangen, der Sanierungsstau aufgearbeitet – sofern es die Finanzkraft zulasse. Trotz klammer Kasse positioniere sich die Gemeinde für den Erhalt des Sportbades.
Für die Sanierung der René-Schickele-Grundschule wird 2026 der Startschuss fallen. Wie Bürgermeister Wissler informierte, müssen zwei Klassenzimmer ausgelagert werden, die Container sind bereits bestellt: „Es wird sich aber zeitlich begrenzen.“ Das Projekt sei durchfinanziert, bei einer attraktiven Förderlandschaft. Die Sanierung der Sporthalle mit Lehrschwimmbecken wird voraussichtlich im Spätjahr 2026 abgeschlossen.
Geplant ist die Sanierung des Sportbaddaches plus Installation einer Photovoltaikanlage. Aktuell bliebe ein mobiles Gasheizgerät im Einsatz – bis sich herauskristallisiere, ob ein Anschluss an ein Fernwärmenetz realisierbar sei, auf jeden Fall ist die Badesaison 2026 gerettet, versprach Wissler. Die Reaktivierung des Dorfladens Schweighof, die Aufwertung des Parkplatzes Süd für Wohnmobilisten und der Ausbau der Skateranlage sind ebenfalls Projekte im laufenden Jahr. Schöne Nachrichten hatte der Rathauschef bezüglich der Leerstände in der Luisenstraße. Zur Zeit werde nicht nur das Café Gerwig saniert, auch im Restaurant „Luise“ liefen Sanierungsarbeiten. „Wir als Gemeinde sind im Einzelhandel offen für Geschäfte, die eine gewisse Nische schließen,“ so Wissler. „Es wird wieder eine schöne Luisenstraße – anders als vor vierzig Jahren, aber die Zeiten ändern sich.“ Umrahmt wurde der Jahresempfang von den Handörgeler Lipburg, dem gemischten Chor Schweighof und der Trachtenkapelle Badenweiler. Dem geselligen Ausklang im Foyer verliehen die Guggemuhlis den entsprechenden Schwung. Jutta Huber
