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Staufermedaille für Kuhn

Ministerpräsident ehrt Benno Kuhn mit einer der höchsten Auszeichnungen des Landes

Ebringen. Die Staufermedaille wird für außergewöhnliche Verdienste für das Land Baden-Württemberg und seine Bevölkerung durch den Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann als Zeichen besonderer Anerkennung vergeben. Vergangene Woche wurde sie in einer feierlichen Zeremonie im Bürgersaal des Ebringer Schlosses an den 86-jährigen Lehrer und Konrektor im Ruhestand, Benno Kuhn, von Staatssekretär Dr. Patrick Rapp MdL überreicht.

Bürgermeister Hans-Peter Widmann betonte zu Beginn der Ehrung, dass eine derart hohe Auszeichnung in der Geschichte seiner Gemeinde einmalig sei. Die Verleihung der Staufermedaille bedeute die Anerkennung einer beeindruckenden Lebensleistung von Benno Kuhn, der sich mit großem Engagement auf vielen verschiedenen Gebieten eingesetzt habe. In seinen über zehn Jahren als Vereinsvorsitzender des Kirchenbauvereins habe er mit den jährlichen Meerschweinchenrennen eine sehr hohe Summe eingesammelt, im Dorfarchiv seien im Zuge seiner Arbeit die „Ebringer Dorfgeschichten“ entstanden, als Naturschutzwart der Orchideen-Wiesen im Jennetal habe er gemeinsam mit seinen Helfern ein besonders empfindliches Stück Natur erhalten können. Selbst im Ruhestand startete er neu und setzte sich in Gesprächen mit Menschen aus dem Dorf über die Zeit des Nationalsozialismus auseinander. Dr. Patrick Rapp betonte in seiner Rede zur Verleihung der Auszeichnung, dass es in schwierigen Zeiten mehr als richtig sei, das Positive eines besonderen Engagements für die Gemeinschaft, in den Mittelpunkt zu stellen. Auslöser für die Ehrung von Benno Kuhn war unter seinen vielen Engagements sein Einsatz für den Sumsergarten, wo er seit 1973 in der Pflege des Gartens und seit 2017 als verantwortlicher Naturschutzwart aktiv war und ist. Die Orchideenblüte dieses außergewöhnlichen Stückes Natur konnte durch sein sorgfältiges Engagement erhalten werden, auch seine Arbeit als Autor über den Garten habe dazu beigetragen. Benno Kuhn selbst zeigte sich nach der Überreichung der Medaille und der Urkunde überwältigt und dankbar. Wörtlich erklärte Kuhn: „Ich habe all das gemacht, weil ich die Notwendigkeit sah, weil es mich erfüllte und weil ich es gerne tat und ich möchte diese hohe Auszeichnung mit meinen Helfern teilen. Denn ohne die tatkräftige Unterstützung von Gleichgesinnten wäre es nicht möglich gewesen“. Ein großer Dank des neuen Würdenträgers ging auch an seine Ehefrau Barbara für ihre unermüdliche Unterstützung und schließlich an seine gesamte Familie. Nach der Überreichung der Medaille und der Urkunde und einem langanhaltenden Applaus der vielen Gäste folgte der feierliche Eintrag in das goldene Buch der Gemeinde und anschließend ein festlicher Empfang. Gabriele Kenz