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Zwei neue „Sulzburger Köpfe“

Büsten erinnern an Markgraf Georg Friedrich und Markgräfin Katharina Barbara von Baden-Durlach

Sulzburg. Das Kulturprojekt „Sulzburger Köpfe“ porträtiert historische Persönlichkeiten der Stadt durch künstlerische Büsten und biografische Forschung. Bildhauerin Ellen Baumbusch rief es gemeinsam mit Rolf Nacke und Pierre Wechlin ins Leben. Ende Juli wurden mit einer Matinee im Alten Schloss zwei neue Arbeiten mit den Köpfen von Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach und der Markgräfin Katharina Barbara von Baden-Durlach offiziell präsentiert.

Die „Sulzburger Köpfe“ wurden der Öffentlichkeit erstmals im Jahr 2019 vorgestellt. Gemeinsam mit Rolf Nacke und Pierre Wechlin hatte die Bildhauerin Ellen Baumbusch die Idee, historische Persönlichkeiten, die in Sulzburg geboren wurden oder gelebt haben, als Büsten zu modellieren. Gleichzeitig werden biografische Daten über die Personen recherchiert. Auf diese Weise werden Momente des kulturellen, sozialen und industriellen Erbes der Stadt Sulzburg mit Laufen und St. Ilgen veranschaulicht. Bereits früher von Ellen Baumbusch hergestellte „Sulzburger Köpfe“ sind Gustav Weil und Dorothea Steinhäußler, die im Rathaus der Stadt ausgestellt und zu dessen Öffnungszeiten zu besichtigen sind.

Das Projekt wird von Anfang an von Spendern und Sponsoren getragen, ohne deren finanzielle Unterstützung es nicht zu realisieren gewesen wäre.

Langfristiger Ausstellungsort noch unklar

Auch Leiterin des Sulzburger Kulturamts Dr. Hanna Jegge ist begeistert und will die bisher gefertigten Büsten zusammen mit den neuen an einem Ort der Öffentlichkeit zugänglich machen. Im Moment sei man dabei, sie hinter den Eingangstüren aus Glas beim Alten Schloss, ehemals Auktionshaus Kaupp, auszustellen, bis man einen geeigneteren Platz dafür findet. Das Gebäude befindet sich nicht im Eigentum der Stadt Sulzburg. Ob der neue Besitzer einen Raum für eine ständige museale Ausstellung zur Verfügung stellt, ist noch unklar. Sollte dies nicht der Fall sein, wird man andere räumliche Möglichkeiten suchen. Die Objekte sollen zukünftig auf jeden Fall für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Brigitta Wieber

Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach (1573-1638) verlegte seinen Regierungssitz 1599 nach Sulzburg und ließ das Schloss großzügig erweitern. Er war protestantischer Heerführer im Dreißigjährigen Krieg.

Markgräfin Katharina Barbara von Baden-Durlach (1650-1733) ist für ihren Einsatz für Arme und Mittellose bekannt. Zu ihren Errungenschaften zählt die Einrichtung einer Armenapotheke in Sulzburg, außerdem wurden für verarmte Schüler Wecken und Brezeln gestiftet. Aus dieser Wohltat entwickelte sich in Sulzburg der einmalige Brauch des „Weckensonntags“. Bis heute wird er am Sonntag Laetare in Sulzburg gefeiert.