WZO

Neue Spitze des Seniorenbeirats

Der neue Seniorenbeirat der Europastadt Breisach am Rhein stellt sich vor

Breisach. Den Gemeinderat einer Stadt kennt jeder. Für die Belange der älteren Bürger hat er sich in Breisach einen Seniorenrat zur Seite geholt, den Seniorenbeirat. Die Mitglieder dafür werden in einer offenen Briefwahl gewählt. Wählen kann und wählbar ist jeder, der 60 Jahre und älter ist. In Breisach gibt es so einen Seniorenbeirat schon seit siebzehn Jahren, dessen ersten Vorsitz mit großem Engagement Michael Mros innehatte.

Ihm zur Seite stand Brigitte Hanagart als zweite Vorsitzende. Um eine arbeitsfähige Vertretung aller Ortsteile und Seniorenorganisationen zu gewährleisten, gibt es fünfzehn Mitglieder und vier Personen im Vorstand. Für besondere Angelegenheiten können sachkundige Bürger als Berater hinzu gezogen werden. Kürzlich wurde in einer konstituierenden Sitzung ein neuer Vorstand gewählt. Die beiden neuen Vorsitzenden wollen ihre Arbeit in flacher Hierarchie als sogenannte Doppelspitze ausüben. Bei dieser Arbeitsweise werden, wie bisher, die Themen gemeinsam besprochen und jedes Mitglied des Beirates gleichberechtigt in die Entscheidungen einbezogen.

Die neuen Vorsitzenden

Dr. Bernhard Walter (rechts) ist 71 Jahre alt, war beruflich Internist und Onkologe und hat über 25 Jahre lang die Helios-Rosmann-Klinik geleitet. Ursprünglich kommt er aus der Ortenau, wohnt aber seit 1997 in Breisach, ist seit 35 Jahren verheiratet und aktives Mitglied im Münsterchor, zudem engagiert er sich bei „Brot & Herz“, einer Initiative, die Lebensmittel und Sachspenden an Bedürftige ausgibt. Sein offener, freundlicher Blick macht seine Aussage glaubwürdig, dass er „sein privates und berufliches Glück gern an die Allgemeinheit zurückgeben möchte“. Durch seine frühere Arbeit als Arzt hatte er immer ein offenes Ohr für die Probleme und Nöte der älteren Menschen und ist hier im Ort gut vernetzt und sehr bekannt, was für die Umsetzung vieler Aufgaben des Seniorenbeirats sinnvoll sein dürfte. Seit fünf Jahren ist er bereits gewähltes Mitglied im Seniorenbeirat. Anstatt nur Einzelaufgaben möchte er nun aber mehr Verantwortung und komplexere Aufgaben übernehmen.

Johannes Ratzer (links) ist 68 Jahre alt, kommt gebürtig aus Löffingen, ist aber in Freiburg zur Schule gegangen. Er ist seit 26 Jahren verheiratet, hat eine Stieftochter und zwei Enkelkinder. Beruflich kommt auch er aus dem medizinischen Bereich, hat lange Jahre im Herzzentrum in Bad Krozingen gearbeitet, bevor er ins Gesundheitszentrum nach Fricktal (CH) wechselte, wo er die Anästhesieabteilung pflegerisch leitete. Zehn Jahre lang hat er in Kembs und im Elsass gelebt, bevor er 2019 nach Breisach zog. Seit drei Jahren ist er aktiver Teilzeitrentner, der gerne auf Reisen ist und Gitarre spielt. Im Breisacher Seniorenbeirat ist er seit fünf Jahren beratendes Mitglied. Ehrenamtlich fährt er seit Jahren Bürgerbus. Bei den Bürgerbusfahrten hat er viel über die Probleme der älteren Menschen gehört, vor allem über deren Vereinsamung, zumal durch unsere globale Lebensform immer mehr Familienmitglieder weit voneinander getrennt leben. Ihnen durch diese Arbeit zu helfen ist sein großes Anliegen. Ingrid Wenz-Gahler