Sendewelle sorgte für sehr gute Unterhaltung
Altdorf (om). Beim Sendewelle-Brauchtumsabend zeigten die Altdorfer Narren vor vollem Haus eine viereinhalbstündige Bühnenshow. 140 Akteure auf der Bühne und zahlreiche Helfer im Hintergrund waren Garanten für sehr gute Unterhaltung. Klangvolle Stimmungsgaranten waren die Schwarzwaldmusikanten, geleitet von Wolfgang Spengler.
Nach Einzug der Zunft mit Begrüßung durch Oberzunftmeister Michael Andlauer, Entzünden des Sendewelle-Lichts durch Lichtbewahrer Stefan Kiss und stimmgewaltiger Intonation des „Sendewelleliedes“ übernahm das galaktische Moderatorentrio um die Supergirls Angela Bühler und Jaqueline Utz sowie Superman Matthias Lehmann die Bühnenregie. Für den ersten Showact sorgte der Narresome, der sich aufgepeppt und aufgerappt der Interpretation des „Sendewelleliedes“ annahm.
Glamouröse Ballett-Auftritte Der Brauchtumsabend lebt von glamourösen und gut choreografierten Auftritten der vier Ballettstufen. Die Kleinsten, trainiert von Lina Goldschmidt, Jacqueline Winterer und Mirjam Ohnemus, wirbelten als Cowboys durch die Szenerie. Das Medium-Ballett, trainiert von Elina Dolcenco und Sarah Ullrich, tanzte als mystische Wahrsagerinnen. Das Teenie-Ballett, trainiert von Hanna Geppert und Melissa Reiswich, bezauberte als imaginäre Porzellantränen. Südländisch temperamentvoll inszenierte das große Sendewelleballett, trainiert von Madlen Andlauer, Sophie Glöckler und Adeline Wenzel, das Spannungsfeld zwischen italienischem Dolce Vita und dunklen mafiosen Machenschaften.
Seit zehn Jahren stehen die Jung-Hästräger gemeinsam auf der Bühne. Mit einer bunten Bilder- und Bühnenshow ließen sie ihre Narrendekade Revue passieren. Mit herrlicher Kostümierung erinnerten die Powerfrauen der Narrenzunft an die zauberhaften Abenteuergeschichte von Meister Gepetto (Katja Hunn) und seinen handgeschnitzten Pinocchios. Nach einem Sabbatjahr waren die Wuchtbrummen (Silke Winterer, Yvonne Fink-Dubnik und Annette Andlauer) mit einem Baisroler Grillstand wieder am Start, um über Geschichtchen aus Kernstadt und Dorf zu berichten. Videounterstützt begeisterten die Hästräger mit einer Chartshow zu erfolgreichen Fasenthits. Als Moderator umkurvte Olivia (Bastian Kreusch) charmant jede Showklippe und freute sich über die Liveauftritte einiger Superstars.
Auf Treibjagd gingen die Dance Formers. Gesanglich, choreografisch und textlich lieferten die vier Zuckerpuppen (Daniela Mild, Anke Beck, Karin Foßler und Newcomerin Juliane Hurst) als Passagiere eines imaginären Traumschiffs eine Meisterleistung ab. Ebenfalls nach einjähriger Pause waren die Narrenräte wieder spektakulär auf der Fasentbühne unterwegs. Gesanglich begleitet von einer adretten Chansonette (Christian Hiller), zeigten die Räte zur großen Freude des Publikums als Revuegirls ihre Tanzkünste.
Traditionelle Fußwäschede Für die traditionelle Fußwäschede hatte sich die Zunft den Altzunftmeister Michael Kirnberger sowie Musiker und Humorist Helmut „Hämme“ Dold auserkoren. Stoisch ertrugen sie vor der Verleihung des Fußwäschedeordens die Kitzel-Attacken der Waschgesellen Jochen und Mario. Zeremonienmeisterin Angela Bühler hatte Internes parat: Dem elterlichen Handwerk als Bäcker (Kirnberger) oder Metzger (Dold) entsagend haben beide Karrieren auf den Bühnen der Rohanstadt (Kirnberger) oder der Welt (Dold) gemacht. Dem Humoristen entsprechend bedankte sich Dold mit einer Witzkanonade.
Kirnberger revanchierte sich für die Ordensverleihung mit dem Aufdruck des Zunftsiegels der Hoorigen auf den Bauch von Oberzunftmeister Michael Andlauer. Nachdem sich dieser der wiederholt angedachten Siegelung bei Narrenspielen in Ettenheim erfolgreich entzogen hatte, holte ihn dieser Entzug jetzt bei seinem Heimspiel ein. Attestiert wurde Kirnberger bei der Premiere einer Auswärtssiegelung vom Hoorigen-Oberzunftmeister Sebastian Winter und seinem Zunftmeisternachfolger Daniel Frey.
Zweitauflage am Samstag Wer den Brauchtumsabend verpasste: Die Zweitauflage beginnt am Samstag, 7. Februar, um 19.11 Uhr in der Münchgrundhalle.
