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Kommen Parkgebühren für Anwohner?

Denzlingen (bb). Mit dem Park.Raum.Dialog, dessen Ergebnisse nun dem Denzlinger Gemeinderat präsentiert wurden, stehen neue Vorschläge auch für das öffentliche Parken zur Diskussion.
Die Ergebnisse des vom baden-württembergischen Verkehrsministeriums geförderten Projekts Park.Raum.Dialog wurden dem Gemeinderat in seiner aktuellen Sitzung von Fabian Meurer, Referent für Klimaschutz im Verkehr Baden-Württemberg vorgestellt, wobei die dabei vorgeschlagenen Maßnahmen bei einigen Bürgern, die der Gemeinderatssitzung beiwohnten, großen Unmut auslösten. Das Ziel der Untersuchung des Kompetenznetz Klima Mobil des Landes war eine ausgewogene Nutzung des öffentlichen Raumes für die verschiedenen Mobilitätsformen in Denzlingen zu erwirken und damit auch den Klimaschutz zu fördern. Damit soll auch mehr Verkehrssicherheit und eine „gerechtere Raumnutzung“ erreicht werden.
Als Maßnahmen wurde empfohlen, Dauerparkscheine in den Gebieten um den Bahnhof und am Schwimmbad einzuführen. Darüber hinaus sollen im Gebiet um den Bahnhof Parkgebühren in Höhe von 1,50 Euro pro Stunde erhoben und eine Parkscheibenregelung mit sogenannten Ultra-Kurzzeitparkplätzen mit 20 bis 30 Minuten Höchstparkdauer forciert werden. Angeregt wird ausdrücklich auch eine „wirksame Parkraumkontrolle mit ausreichendem Kontrolldruck“, sprich mehr Kontrollen durch das Ordnungsamt. Konkret wird dabei auch das kostenpflichte Anwohnerparken rund um den Bahnhof und ums Schwimmbad vorgeschlagen, mit Gebühren „von mindestens 150 Euro pro Jahr“. gerade dieser Vorschlag sorgte bei einigen Bürgern für Empörung. Ein Anwohner der Berliner Straße betonte, dass es seiner Ansicht nach dort gar kein Parkraumproblem gebe. Die Parksituation sei in dieser Gegend „völlig entspannt“, abgesehen von kurzen Phasen in der Hochsaison des Schwimmbads. Mit dem Vorschlag kostenpflichtiges Bewohnerparken werde den Anwohnern „vors Schienbein getreten“, gleichsam wie eine „Bestrafung“.
Bürgermeister Fabian Nitz erläuterte in diesem Zusammenhang, dass sich der Park.Raum.Dialog bis jetzt lediglich um ein Konzept handele. Und bei dem Gedanken über Bewohnerparkgebühren gehe es darum, die Anwohner „zu schützen“, denn sollten auf dem Schwimmbadparkplatz Parkgebühren erhoben werden und die Besucher an der Straße parken, dann könnten so die Anwohner eher noch einen Parkplatz in der Straße finden.