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50 Jahre DRK March

Mit einer neu ernannten Rot-Kreuz-Legende wurde auf 50 ereignisreiche Jahre angestoßen.

March. Zum nunmehr 50. Mal fand eine Jahreshauptversammlung des Rot-Kreuz-Ortsvereins der Gemeinde March statt. Kurz nach der Gemeindereform hatten sich hier die vorherigen Ortsvereine aus Holzhausen und Neuershausen sowie Hugstetten zusammengeschlossen, die Hugstetter hatten sich bei der Gelegenheit von den Aktiven aus Hochdorf getrennt, weil das Dorf ein Stadtteil von Freiburg geworden war.

Diese 50 Jahre DRK March bedeuteten 50 Jahre Engagement für die Menschen, Einsatz, Miteinander und Hilfsbereitschaft, erklärte der Vorsitzende Dominik Suter in seiner Laudatio vor rund 60 Mitgliedern und Gästen im Bürgerhaus March. In einem ausführlichen Rückblick ging er auf die Anfänge des gemeinsamen Ortsvereins ein und skizzierte die Entwicklung zu der modernen und leistungsfähigen Ortsgruppe von heute mit ihren ganz anderen technischen Möglichkeiten und Materialien, aber auch mit deutlich höheren Anforderungen an Ausrüstung und Ausbildung. Was aber, so Suter, über all die Jahre gleich geblieben sei, sei die persönliche Einstellung der ehrenamtlichen Aktiven und ihr Wille, den Menschen zu helfen. „Erfolg ist kein Zufallsprodukt, sondern das Resultat harter Arbeit, gestützt durch ein starkes Team, das für sich einsteht“, betonte der Vorsitzende.

Rückblick

Die Zahl der aktiven Mitglieder in der Bereitschaft sei im zurückliegenden Jahr um eine Person auf 40 angestiegen, informierte Bereitschaftsleiter Marc Rösch die Versammlung. Davon seien 21 weiblich, 16 weitere bilden das Jugend-Rot-Kreuz. In dieser Zeit hätten vier Aktive eine Fachdienstausbildung absolviert, so dass nun 39 Aktive diese Qualifikation vorweisen könnten. Zu neun Alarm-Einsätzen sei die Bereitschaft im vergangenen Jahr gerufen worden, dies waren zumeist Brände aber auch ein Personen-Unfall an der S-Bahn. Dazu kämen noch Sanitätsdienste in der Gemeinde oder bei größeren Veranstaltungen in der Umgebung. Insgesamt hätten die Aktiven 1.086 Dienststunden absolviert, dazu kämen noch unzählige weitere für Dienstabende und Übungen. Eine zusätzliche Aufgabe, die das Marcher DRK gerne übernommen habe, so Rösch, sei das packen der Lunchpakete für die Helfer des Freiburg-Marathons. Die Aktivitäten in der Arbeitsgruppe Wohlfahrts- und Sozialarbeit waren unter anderem die Blutspende-Termine, der Osterbazar oder die Seniorennachmittage in den Ortsteilen. Auf 30 Jahre Ukraine-Hilfe blickte der Ehrenvorsitzende Gottfried Fleck zurück. Außerdem wurden in der Versammlung redaktionelle Änderungen an der Satzung und der Wirtschaftsplan für 2026 einstimmig angenommen.

Ehrungen

Gleich drei langjährige und verdiente Mitglieder konnten in der Hauptversammlung ausgezeichnet werden. Aus den Händen von Fränzi Kleeb, Bürgermeisterin von Stegen und Vertreterin des Kreisverbandes, bekam der langjährige Marcher Bereitschaftsleiter Michael Schrödel die Landesehrennadel in Gold für 40 aktive Jahre. Anschließend überreichte der Ortsvorsitzende noch zwei besondere Auszeichnungen für langjährigen Einsatz im Ortsverein. Herta Rees war viele Jahre in verschiedenen Positionen im Vorstand tätig und sei mehr als 40 Jahre stets zur Stelle gewesen, wenn sie als Organisatorin oder Helferin gebraucht wurde, betonte Dominik Suter. Stehende Ovationen gab es anschließend für Ehrenbereitschaftsleiter Lothar Fleck, der sich schon vor der Gründung des Marcher Ortsvereins im Roten Kreuz engagiert hatte und auch überregional in verschiedensten Leitungsfunktionen Verantwortung übernommen hatte. Fleck habe, so der Vorsitzende, über Jahrzehnte hinweg Werte vermittelt, Menschen begleitet und Strukturen aufgebaut, die bis heute Bestand hätten und noch heute die Arbeit des DRK nachhaltig tragen würden. Für dieses Lebenswerk wurde er nun zur „Rotkreuz-Legende des Ortsvereins“ ernannt.

Ausbau Bevölkerungsschutz

Eine große Aufgabe im Bereich Bevölkerungsschutz des Landesverbands haben die Marcher Aktiven mit der Stationierung zweier überörtlich genutzter Spezialfahrzeuge übernommen. Zum einen einen Sprinter zum Personentransport, zum anderen einen Gerätewagen als Logistik-Modul, mit dessen Hilfe bis zu 100 Personen im Einsatz verpflegt und betreut werden können. Hierzu habe man über den Kreisverband spezielle Schulungen und Trainings erhalten, erläuterte der Vorsitzende. Wenn es größere Einsatzlagen gebe, würden Helfer des DRK March gemeinsam mit Aktiven aus Umkirch fast in alle Teile Baden-Württembergs ausrücken, um zu unterstützen. Ein Problem sei aber, erläuterte Suter, dass die Fahrzeuge aktuell noch im Freien stünden. Man arbeite an Planungen und sammle Geld, um mit einem Anbau an die bestehende Garage an der Marcher Großsporthalle eine Unterstellmöglichkeit zu schaffen. Aktuell prüfe man, ob das Projekt gestemmt werden könne und hoffe auf Unterstützung, insbesondere vom Land. Mario Schöneberg