Hurth strebt vierte Amtszeit an: 62-jähriger Landrat stellt sich im Frühjahr 2027 erneut zur Wahl
Seit 2003 ist Hanno Hurth Landrat im Kreis Emmendingen. Dies könnte auch über 2027 hinweg so bleiben. Am Mittwoch teilte der 62-jährige Amtsinhaber den Mitgliedern des Kreistags mit, dass er sich bei der Wahl im Frühjahr kommenden Jahres auf eine vierte Amtszeit bewerben werde.
In dem öffentlichen Schreiben äußert sich Hurth wie folgt: „Im März 2019 hat mich der Kreistag erneut zum Landrat des Landkreises Emmendingen gewählt. Seit dieser Zeit haben Kreistag und Kreisverwaltung gemeinsam viel erreicht und verschiedene Herausforderungen gemeistert. An erster Stelle steht sicherlich die Bewältigung der Corona-Pandemie, die über Jahre hinweg unser privates und öffentliches Leben auf den Kopf gestellt hat. Hinzu kommen Großprojekte wie die Breisgau S-Bahn mit dem Halbstundentakt nach Elzach, die bevorstehende Fertigstellung des Maßnahmenpakets II am Kreiskrankenhaus und verschiedene Sanierungen und Erweiterungen am Berufsschulzentrum in Emmendingen.
Auch in den kommenden Jahren stehen im Landkreis zahlreiche Aufgaben an, die angesichts der äußerst schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen des Kreises
und seiner Kommunen um so größer sind. Diese Herausforderungen möchte ich gemeinsam mit Ihnen und der Kreisverwaltung angehen und dabei meine Kompetenz und Erfahrung einbringen. Ich will auch künftig mit großem Engagement, Verlässlichkeit und Offenheit für Neues für unseren Landkreis und seine Bevölkerung arbeiten.
Deshalb möchte ich Ihnen schon heute mitteilen, dass ich mich im Frühjahr 2027 wieder um das Amt des Landrats des Landkreises Emmendingen bewerben werde. Sollten Sie Fragen haben oder ein vertiefendes Gespräch wünschen, stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.“
Nach seinem Abitur in Wiesbaden und dem Wehrdienst hatte Hurth 1983 an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz zunächst Geschichte, Latein und Griechisch studiert. 1984 begann er das Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten in Mainz und Freiburg. An der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg legte er 1989 das 1. juristische Staatsexamen ab. Das Referendariat absolvierte er unter anderem am Landgericht Waldshut-Tiengen, an der Verwaltungshochschule in Speyer und an der deutsch-kanadischen Industrie- und Handelskammer in Toronto. 1992 folgte das 2. juristische Staatsexamen in Freiburg.
Nach beruflichen Stationen in den Landratsämtern Freudenstadt (1992) und Göppingen (1993) war er von 1996 bis 1999 persönlicher Referent des baden-württembergischen Innenministers Thomas Schäuble. Seit 1999 war Hanno Hurth Erster Landesbeamter und damit Stellvertreter des Landrats im Landratsamt Esslingen. Im März 2003 wählte ihn der Kreistag im dritten Wahlgang zum Landrat des Landkreises Emmendingen. Er trat das Amt am 1. Juni 2003 an. Im März 2011 wurde er wiedergewählt; seine dritte Amtszeit begann im Juni 2019, nachdem er im März 2019 ein zweites Mal wiedergewählt wurde. Seit 2007 ist er ehrenamtlicher Vorsitzender des Deutschen Roten Kreuzes Kreisverband Emmendingen e. V. und seit 2023 Präsident des DRK Landesverband Badisches Rotes Kreuz. Hanno Hurth ist verheiratet und hat drei Kinder.
