Thema Familie kunstvoll aufgegriffen
Ettenheim (ds). Die neue Marmorskulptur neben der Mediathek ist offiziell aufgestellt und enthüllt worden.
Das Kunstwerk des in Ettenheim ansässigen Künstlers Chodja Sediq greift das Thema Familie auf und passt damit bewusst zum Standort an der Mediathek als einem öffentlichen Ort der Begegnung, des Lebens und der Bildung. Die Skulptur stehe sinnbildlich für Gemeinschaft, Zusammenhalt und das Leben, erklärte Sediq. Gleichzeitig nehme sie den Wandel des Gebäudes von der früheren Volksbank hin zu einem Ort der Bildung und Begegnung auf.
Der weiße Carrara-Marmor für die Skulptur wurde aus Italien geliefert. Geschaffen wurde das Kunstwerk anschließend im Atelier des Künstlers in Ettenheim. Sie zeigt Mutter, Vater und zwei Kinder in einem Kreis, wobei die Gesichter nach innen gerichtet sind. Gerade diese Gestaltung habe die Arbeit besonders anspruchsvoll gemacht, erläuterte der Künstler. Mit Hammer und Meißel an den schwer zugänglichen Gesichtern zu arbeiten, habe deutlich mehr Zeit in Anspruch genommen als üblich.
„Wo früher Garagen standen, steht jetzt auf einem schönen Platz ein Kunstwerk“, sagte Bürgermeister Bruno Metz. Man habe sich bewusst für den in Ettenheim ansässigen Künstler Sediq entschieden, dessen Werke in vielen deutschen Städten zu sehen seien. Das Thema Familie und die gegenständliche Kunst passten hervorragend zur neuen Mediathek. Das rund anderthalb Tonnen schwere Kunstwerk wurde mithilfe einer Maschine auf seinen Sockel gehievt, bevor der Künstler die Skulptur feierlich enthüllte.
Finanziert wurde das Kunstwerk zu rund der Hälfte von der Regionalstiftung der Sparkasse. Insgesamt belaufen sich die Kosten auf etwa 50.000 Euro. Jürgen Riexinger, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse, betonte bei der Enthüllung am Montag, die Regionalstiftung zeige mit einer solchen Unterstützung ihre Verbundenheit mit der Stadt: „Kunst und Kultur sind förderungswürdig, Familie sowieso.“ Ohne dieses Engagement wäre eine solche Verbindung von Kunst, öffentlichem Raum und Stadtentwicklung nicht möglich gewesen, erklärte Metz und dankte der Sparkasse für die Unterstützung.
