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Karl-Heinz Walker löst Helmut Köser ab

Vörstetten (mbo). Schon bei der Jahreshauptversammlung des Museums- und Geschichtsvereins im Jahre 2025 hatte Dr. Helmut Köser angekündigt, nach 20 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit als 1. Vorsitzender des Vereins von diesem Amt zurücktreten zu wollen. In seiner jüngsten Sitzung hat der MGV nun den Rücktritt seines bisherigen Vorsitzenden Helmut Köser betätigt und zum neuen 1. Vorsitzenden Karl-Heinz Walker gewählt. Stellvertreterin ist Elizabeth Glatthaar.
In einem Gespräch mit VHzH erklärte Professor Dr. Helmut Köser die Gründe für seinen Rücktritt. Ein Sportunfall sowie sein Alter „zwingen mich zur Einschränkung des ehrenamtlichen Engagements.“ Die Doppelbelastung als 1. Vorsitzender des Vereins und als verantwortlicher Leiter des von ihm gegründeten Alamannenmuseums „erfordern einen Vollzeitjob“, so Helmut Köser. Deswegen hat er seinen Rücktritt nun bekannt gegeben.
Köser bleibt Eigentümer „Ich nehme wie bisher meine Rechte und Pflichten als Eigentümer der an den Museums- und Geschichtsverein (MGV) vermieteten Grundstücke wahr, wie sie sich aus der Stiftungsurkunde vom 25.2.2019 ergeben.“ Das bedeutet, dass Helmut Köser verantwortlicher Leiter des von ihm gegründeten Alamannenmuseums Vörstetten bleibt. Gemeinsam mit seiner Frau Gisela wurde das Museum unter das Dach der Stiftung „Alamannen Museum Vörstetten“ 2019 gebracht.
Ämter personell geteilt Diese Teilung der Aufgabenbereiche ist der bisherigen immensen Arbeitsbelastung beider Ämter (Museumsleiter und Vorsitzender des MGV) geschuldet. Eine Änderung im rechtlichen Bereich soll jedoch noch in diesem Jahr die Kompetenzen des Museums erweitern. Die Stiftung unter dem Dach der Sparkasse hat zwei Aufgaben: Zum einen die finanzielle Förderung des Vereins und die Existenzsicherung des Museums im nachhaltigen Sinne. Helmut Köser ist mit seiner Stiftung rechtlich gesehen der Eigentümer der Museumsanlage, der MGV tritt momentan als Mieter der Anlagen auf. Deswegen muss dieser auch für die laufenden Betriebskosten aufkommen.
Neue Rechtsform für operatives Handeln Da der Stiftungsfonds rechtlich unselbstständig ist, kann er keine Verträge mit z. B. anderen Museen oder Institutionen abschließen. „Das wird in der nahen Zukunft unsere Aufgaben sein, den Stiftungsfonds in eine neue rechtliche Form zu bringen, damit operatives Handeln möglich wird“, so der Museumsleiter. Des Weiteren will man auch den Verein in eine andere Rechtsform bringen, damit Anträge auf Förderung gestellt werden können.
Bestandsaufnahme im Herbst Die Stiftung soll auch weiterhin den Bestand des Museums vermögensmäßig unterstützen, d. h. Kapital bereithalten, damit der Bestand des Museums erhalten bleibt. So mussten in der jüngsten Vergangenheit 3.700 Euro zur Bekämpfung einer Borkenkäferplage im Wohnstallhaus aufgebracht werden. „Nach 20 Jahren ist auch im Museumsbereich ein Investitionsbedarf festzustellen!“