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Ein Ort für Trost und Trauer

Auf dem Friedhof in Breisach wurde ein neu gestaltetes Kindergrabfeld vorgestellt

Breisach. In der ersten Augustwoche trafen sich Breisacher Bürger auf dem Städtischen Friedhof; die Stadt hatte zur feierlichen Eröffnung eines neu gestalteten Kindergrabfeldes eingeladen. Einige Personen waren der Einladung gefolgt, darunter auch junge Familien mit Kindern. Anwesend waren auch Bürgermeister Oliver Rein, die evangelische Pfarrerin Britta Hannemann und der katholische Geistliche Bruno Hünerfeld. Schon von weitem kann man auf dem Städtischen Friedhof das neu gestaltete Kindergrabfeld erkennen. Bewusst wurden weiße und helle Farben gewählt. In der Mitte wurde ein dezenter, sternförmiger Gedenkstein platziert, darunter liegen verteilt weiße Flusssteine, die nachträglich bemalt und gestaltet werden können. Umringt werden diese von kleinen, blumengeschmückten Grabfeldern. Einige der Felder sind belegt. Sie sind liebevoll hergerichtet, man kann dort auch die Namen der verstorbenen Kinder lesen.
Bürgermeister Oliver Rein beschrieb in seiner kurzen Ansprache den Friedhof als einen Ort des Gedenkens, als einen Ort der Stille. Bewegt sprach er über das Leid der Betroffenen: „Ich kann mir kaum vorstellen, was man durchmachen muss, wenn ein kleines Kind stirbt.“ Kaum vorstellbar sei auch, wieviel Kraft man aufbringen müsse, um nicht selbst zu zerbrechen. Aber er erinnerte auch daran: „Im Glauben kann man Trost finden.“
Auch die evangelische Pfarrerin Britta Hannemann fand tröstende Worte für die betroffenen Eltern und Hinterbliebenen, sie zitierte dabei den bekannten biblischen Psalm: „Auch wenn ich gehe im finsteren Tal, ich fürchte kein Unheil.“ Der katholische Geistliche Bruno Hünerfeld wies auf die bereits belegten Grabstellen: Hier werde Liebe gelebt, war er sich sicher, mit jeder Blume, die gepflanzt werde, mit jedem Stein, der gelegt werde. Gemeinsam sprach man ein ökumenisches Gebet. Bürgermeister Oliver Rein dankte allen, die sich mit großem Engagement an dem Projekt beteiligt hatten, besondere Erwähnung fanden dabei Anne Hettich von der Stadtverwaltung und die Mitarbeiter des Bauhofs. Sein Wunsch: „Der schönste Dank für alle wäre, wenn dies nun ein Platz sein könnte, um Kraft zu schöpfen.“ Ein Platz, an dem man zurück, aber auch in die Zukunft blicken könne.
Zwei betroffene Mütter, die bei der Neugestaltung des Grabfeldes mit eingebunden gewesen waren, richteten am Ende der kleinen, würdigen Veranstaltung einige Worte an die Anwesenden. Sie verwiesen auf den schön gestalteten Ort und betonten: „Wir kommen gerne hierher und wünschen uns, dass das für euch alle ein Ort wird, zu dem auch ihr gerne kommt.“ Peter Göpfert