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Positive Bilanz für Data Center

Untersuchungsbericht zum geplanten Microsoft-Rechenzentrum im Elsass fällt trotz Kritik positiv aus

Schliengen/Neuenburg-Steinenstadt. Microsoft will zwischen Hombourg und Petit-Landau ein großes Rechenzentrum bauen. Nach der Öffentlichkeitsbeteiligung wurde nun ein Untersuchungsbericht veröffentlicht. Von den 665 eingegangenen Stellungnahmen waren 80 Prozent ablehnend. Den größten Anteil stellten Privatpersonen (81 Prozent contra); auch Organisationen äußerten sich überwiegend kritisch (68 %). Unternehmen stimmten jedoch zu 75 Prozent für das Projekt. Kritisiert wurden vor allem die Versiegelung von Flächen, Strom- und Wasserverbrauch, Abwasser, Temperaturanstieg, fehlende Abwärmenutzung sowie negative Auswirkungen auf die Natur. Befürworter sehen Vorteile für die lokale Wirtschaft, Arbeitsplätze sowie eine höhere Standortattraktivität durch die Ansiedlung eines renommierten Unternehmens wie Microsoft.

Deutsche Kommunen, Landkreise und Organisationen lehnen das Projekt mehrheitlich nicht grundsätzlich ab, fordern aber umfangreichere Untersuchungen und Schutzmaßnahmen. Im Mittelpunkt stehen mögliche grenzüberschreitende Auswirkungen auf Natur, Grundwasser, Lärm und Klima sowie der hohe Strom- und Wasserverbrauch. Mehrfach werden eine stärkere Nutzung erneuerbarer Energien, mehr Photovoltaik und insbesondere die Nutzung der Abwärme gefordert. Das Regierungspräsidium sieht zudem Konflikte mit dem Raumkonzept Oberrhein. Der NABU Freiburg und „Alsace Nature“ gehen weiter und lehnen das Projekt wegen Flächenversiegelung, Umwelt- und Klima-Folgen sowie unzureichend geprüfter Alternativen grundsätzlich ab.

Trotz der vielfachen Kritik kommt Untersuchungskommissar Pierre Herzog zu einem insgesamt positiven Fazit. Er empfiehlt, die Einwände zu berücksichtigen, um das Projekt zu verbessern und unerwünschte Auswirkungen zu vermeiden. Insgesamt sieht er im Rechenzentrum jedoch einen großen Nutzen für die Öffentlichkeit, da es auf die wachsende Bedeutung digitaler Bedürfnisse für Gesellschaft und Wirtschaft reagiert. Zudem verweist er auf die Unterstützung durch lokale Unternehmen.
Rebecca Fritz

Der ganze Untersuchungsbericht sowie eine Zusammenfassung sind online in französischer Sprache verfügbar.