Ein echtes El Dorado für Kunstliebhaber – „d’Kunst im Städtle“ in Herbolzheim war voller Erfolg
Herbolzheim (ens). Am Sonntag lockte ein neues Konzept in die Innenstadt: Mit „d’Kunst im Städtle“ verbanden die Veranstalter zum ersten Mal einen Verkaufsoffenen Sonntag mit einer Kunst-Ausstellung. Besonders viele Blicke zog der Kunsthandwerkermarkt entlang der Hauptstraße auf sich.
Für einen Tag wurde Herbolzheim zur Freiluft-Galerie. Bei „d’Kunst im Städtle“ war einiges geboten. Maler und Bildhauer präsentierten ihre Werke in einem großen Kunst-Zelt, auf dem Carl-Kuenzer-Platz zeigten sich Streetart-Künstler. Der große Kunsthandwerkermarkt entlang der Hauptstraße bot künstlerisch Begabten die Möglichkeit, ihre Werke an den Mann oder die Frau zu bringen.
Ein buntes Angebot für Jung und Alt lockte Menschen aus der ganzen Region nach Herbolzheim. So gab es neben einem Schätzspiel auch ein Glücksrad, bei dem es Gutscheine für eine Kugel Eis zu gewinnen gab – die trotz des eher herbstlichem Wetters gerne angenommen wurden. Luftballons stimmten auch die kleinsten Gäste glücklich. Wer sich selbst künstlerisch betätigen wollte, hatte ebenfalls die Gelegenheit dazu: So konnten unter Anderem Mosaik-Magnete selbst angefertigt werden.
Für Bewirtung war mit Kaffee, Kuchen, alkoholischen und alkoholfreien Getränken gesorgt. Die Fachgeschäfte luden ab 13 Uhr im Rahmen des Verkaufsoffenen Sonntags zum Sonntagsbummel ein. Doch schon davor hatten Gewerbetreibende die Möglichkeit, sich zu präsentieren – sei es mit Infoständen oder Schnitzeljagden. Auch Live-Musik von einer Band war geboten, die ebenfalls sehr gut ankam. Für Kinder gab es außerdem ein gut besuchtes Puppentheater.
Auch Veranstalter Philipp Ulmer zeigte sich im Nachgang zufrieden: Die zunächst sehr schlechte Wettervorhersage für den Sonntag habe den Veranstaltern große Sorgen bereitet – wohl wissend, dass auch bei Regen stets Betrieb gewesen sei, so Ulmer. „Letztlich hatten wir aber dann doch einen trockenen Tag.“ Mit der Frequenz sei er sehr zufrieden, gerade, wenn man das Wetter bedenke, so Ulmer. „Besonders in der Kernzeit war es sehr voll.“ Dafür habe der Ansturm am Nachmittag etwas früher als üblich abgebrochen. Das allein sei jedoch kein Grund, den Zeitplan für das nächste Jahr zu ändern. „Normalerweise hatten wir auch um diese Jahreszeit immer Glück mit dem Wetter“, so Ulmer, der sich an mehr als eine Veranstaltung im Oktober erinnert.
Dass trotz des eher schlechten Wetters das Interesse groß war, schreibt Philipp Ulmer auch dem großen Angebot vor Ort zu. „Es kamen dann doch auch recht spontan noch ein paar Aussteller zusätzlich“, erklärt er. Von allen seien die Rückmeldungen durchaus positiv gewesen. Die Foodtrucks seien super besucht gewesen und hätten ein reichhaltiges kulinarisches Angebot präsentiert. „Das Puppentheater war auch gut besucht – die Kinder waren begeistert“, sagt Ulmer. Besonders gut kam auch die Kunstausstellung im großen Kunstzelt auf dem Carl-Kuenzer-Platz an. „Auch da haben mir die Künstler große Interesse rückgemeldet.“
Krankheitsbedingt habe es im Streetart-Bereich kurzfristig drei Absagen gegeben. „Der war dann nicht mehr ganz so gut repräsentiert“, so Ulmer. Bei der klassischen Kunst und dem Kunsthandwerk hingegen seien nicht nur viele Aussteller anwesend gewesen, sondern auch die Interessierten hätten sich zeit genommen.
Das Resümee: „Rundum war es ganz gut, trotz der schwierigen Wetterverhältnisse – bei gutem Wetter wäre es sicher nicht nur erfolgreich, sondern sehr erfolgreich gewesen“, swo Ulmer. Auch bei ihm selbst im Laden sei ab 13 Uhr bis zum Ende der Öffnungszeiten hochbetrieb gewesen. „Das Konzept funktioniert und wir konnten das Interesse an der Kunst wecken. Der einzige Wunsch für das nächste Mal: „Schöneres Wetter“, sagt Ulmer.
Interessierte Aussteller können sich schon jetzt für das nächste Jahr anmelden auf der Webseite von Handel & Gewerbe e.V. unter www.herbolzheimat.de.
