Schlatter Themen im Gemeinderat
Ortsvorsteher Stephan Zeller macht Druck beim Quellschutzgebiet / Freier Raum nach Feuerwehr-Auflösung
Bad Krozingen. In der letzten Gemeinderatssitzung im Oktober berichtete Schlatts Ortsvorsteher Stephan Zeller über die aktuellen Themen im kleinsten Bad Krozinger Ortsteil. Als Ortsvorsteher spreche er das Thema Quellschutzgebiet nun bereits das dritte Jahr im Gemeinderat an. „Ich hoffe, dass wir uns endlich auf der Zielgeraden befinden und das Thema zum Schluss kommt“, sagte er.
Wie wichtig das Quellschutzgebiet sei, habe der extreme Sommer deutlich gezeigt, wie empfindlich die Trinkwasserquellen die Schnegel im Hochbehälter auf dem Bad Krozinger Berg. „Eine solche Quelle ist ein Schatz, und einen Schatz muss man schützen“, mahnte Zeller. Das Gutachten befinde sich beim zuständigen Landesamt für Geologie, erklärte Oberbürgermeister Volker Kieber im Nachgang. „Wir erwarten jederzeit ein Ergebnis, mit Sicherheit in diesem Jahr.“
Der Glasfaserausbau in Schlatt habe im Großen und Ganzen gut funktioniert, man befinde sich auf der Zielgeraden, so Zeller. Gut angekommen sei die Frelo-Station, mit der bei der Bushaltestelle und dem „Mitfahrbänkle“, den E-Ladesäulen und zukünftig auch einem Elektroauto ein kleiner Verkehrsknotenpunkt entstanden sei, eine erfreuliche Entwicklung für einen Ortsteil wie Schlatt. Auf Zellers Nachfrage hin informierte Amtsleiter Andreas Schmid, dass die Erschließungsarbeiten im Neubaugebiet „Am Wäldele“ im Februar 2027 beginnen sollen. Der Ortsvorsteher sprach die Auflösung die Schlatter Abteilung der Freiwilligen Feuerwehr an und dankte allen ehrenamtlichen Feuerwehrkameraden für ihren Einsatz. Man werde gemeinsam eine sinnvolle Verwendung für die freiwerdenden Räume an der Quellenhalle finden. Auch der Kleintierzüchterverein löse sich auf, möglicherweise könne das freiwerdende Kleintierheim von der Grundschule genutzt werden.
Bezugnehmend auf die finanzielle Situation der Kommune, sagte Zeller abschließend: „Es ist uns bewusst, dass wir sparen müssen. Doch darf man nicht jede Möglichkeit, jede Entwicklung im Keim ersticken. Man muss auch mal mutig sein.“ Die Stadt müsse sich auch in schwierigen Zeiten weiterentwickeln. Das ehrenamtliche Engagement im Sport, bei der Musik mache die Stadt aus. „Wir müssen weiter investieren, in die Kinder, in die Gesellschaft, in unsere Stadt,“ so Zeller. Andrea Hagemann-Raffs
