Die Weisweiler Kilwi gilt als fester Anker im Dorfleben
Weisweil (slw). Das Dorf feierte am Wochenende seine traditionelle Kilwi zuerst in der voll besetzten Rheinwaldhalle und nach einem Ruhetag mit einem feierlichen Straßenumzug. Einheimische wie Gäste begingen gemeinsam das abwechslungsreiche Programm.
Es herrschte eine Mordsgaudi, die der Musikverein als Veranstalter mit viel Herzblut auf die Beine stellte. Zwischen zünftiger Schlachtplatte, dem traditionellen Hammeltanz und einem farbenfrohen Festumzug spannte sich der Brauchtumsbogen zur perfekten ausgelassenen Partystimmung.
Der Startschuss fiel beim Kilwi-Owe in der Rheinwaldhalle, angelockt von kulinarischen Schlachtplatten-Aromen, Feinem vom Grill und der vegetarischen Kost. Der Musikverein Riegel sorgte für akustische Akzente. Gestärkt ging der Abend nahtlos in die Hammeltanz-Soiree über. Die gilt als Höhepunkt in der brodelnden Halle. Die Hausherren intonierten in Endlosschleife den Weisweiler Kilwi-Walzer. Als Gewinner verließen Susanne und Dieter Ehret das Parkett. Der Hammeltanz war einmal mehr ein Zuschauer-Magnet, bei dem nach alter Sitte das neue Gewinnerpaar ermittelt und gebührend gefeiert wurde.
Trachten und Tombola
Der Kilwi-Sonntag stand ganz im Zeichen gelebtem Brauchtum mit Trachten, Tombola und „Dunkili“. Ein feierlicher Gottesdienst in der Rheinwaldhalle läutete den Tag ein. Für den passenden musikalischen Rahmen mit französisch-elsässischem Charme sorgten die Dauergäste „Les Joyeux Steigeois“, die das Publikum unterhielten. Das nach Hausmacher zubereitete „Dunkili“ fand bei den Gästen und Gourmetfreunden reißenden Absatz. Bei der Tombola durften sich drei Gewinner über Geldpreise im Gesamt wert von 800 Euro freuen. Glanzvoller Höhepunkt des Sonntags war der farbenfrohe Festumzug durch das Dorf. Die Teilnehmer setzten sich Richtung Obere Mühle und Wiesenstraße in Bewegung.
Vorneweg marschierten Hammelführer Bernd Karcher und der einjährige Leithammel Tom. Mindestens sechs Wochen trainiert Karcher mit dem Schafsbock, bevor der Vierbeiner den Parcours bestreitet. Das Duo bestimmte Richtung und Tempo, der Musikverein unter der Leitung von Uwe Pickhardt die Rhythmik. Hinter den Musikanten wurde im Gleichschritt der 8-köpfigen Trachtengruppe das Kilwi-Rad von einem Zweispänner gezogen. Fliehkräfte und Rotationen sorgen am Straßenrand für Erstaunen. „Vom Rad hat noch keiner abgehoben“ meinte ein Rekrut auf dem hölzernen Rad.
Eine Ehrenrunde beim Hammelstall direkt vor dem evangelischen Gemeindehaus beschloss das Spektakel. Das Ambiente passte, die Sonnenstrahlen sorgten für angenehme Atmosphäre. Die Wisweiler Kilwi hat auch heuer bewiesen, dass sie ein fester und unverzichtbarer Anker im Dorf-Leben darstellt, der Generationen zusammenbringt.
