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Unvergesslicher letzter Winterzauber

Wagenstadt (est). Gefühlt das ganze Dorf war bei Traudels und Ulis letztem Winterzauber im überdachten und beheizten Hof versammelt. Die dunkle, kalte Winternacht vor Silvester wurde mit vielfacher Beleuchtung erhellt. Sogar auf dem Bolzplatz gegenüber fand man den leuchtenden Schriftzug „Winterzauber“.
War man durch den beleuchteten Zelteingang getreten, wurde der Blick gleich von der Absacker-Bar eingefangen. Schon hier gab es bereits am frühen Abend fast kein Durchkommen mehr. Konnte man sich dennoch durchschlängeln, traf man als nächstes auf die Band „Basement“, die die Nachmittagsunterhaltung der Blasmusiker „Hans und seine Herzblutmusikanten“ abgelöst hatten. Zum Takt wiegend und mit anschließendem reichlichem Applaus wurde ein bekannter Hit nach dem anderen von den Umstehenden belohnt. Die Stimmung war ausgelassen aber friedlich und blieb es bis in die frühen Morgenstunden, wie Uli Höhn auf Nachfrage dankbar berichtete.
Warteschlangen bildeten sich am Rand der bis auf den letzten Platz besetzten Sitzbankgarnituren sowohl vor der Getränketheke als auch vor dem integrierten Imbisswagen, wo man mit Burgern verschiedener Varianten versorgt wurde. Daneben fand sich das Kuchen- und Kaffeeangebot der „Blau-Weiß-Garde“ der Narrenzunft Wagenstadter Pflüme auf Spendenbasis. Doch auch hier war die Stimmung nicht von Ungeduld geprägt. Man nutzte die zufällige Wartegemeinschaft für Gespräche und freute sich, dass die fleißig, schnellen Helfer für ein stetiges Aufrücken in der Schlange sorgten. Sogar mit Getränken wurde man von einzelnen Bedienungen in der Warteschlange versorgt, wie ein Frauentrio begeistert bestätigte und auf ihr gemeinsames Wohl anstießen.
Viel zu tun hatte auch Traudel Höhn mit ihren Helfern in der Outdoorküche mit der Zubereitung von Rindfleisch mit Meerrettich und Rumpsteak mit Zwiebeln und Kräuterbutter. Die Nachfrage steigerte sich zeitweise ins Unermessliche. Beleuchtete Schneemänner, eine kleine beleuchtete Winterlandschaft und die laufende goldene Gondelbahn verliehen das typische Apre-Ski-Charakter des Jahresausklanges, der von Uli und Traudel zum 22. Mal organisiert wurde. Leider das letzte Mal, da irgendeinmal Schluss sein muss und man aufhören soll, wenn es am Schönsten ist, so das Ehepaar Höhn.
Der Höhepunkt war definitiv erreicht. Er wurde mit dem Überraschungsauftritt, den jeder insgeheim jedoch erwartete, der Wagenstadter Guggemusik Pflüme-Quätscher gekrönt. Auch sie konnten sich kaum Raum für ihre ausladenden Schlagwerkzeuge und großen weißen Blasinstrumente verschaffen und blieben bereits kurz nach dem Barbereich in der Menge stecken. Ihre schräg-laute Musik war dennoch bis in den hintersten Winkel und in der weiteren Nachbarschaft zu hören. Fetzig weiter ging es bis nach Mitternacht mit der bekannten Band „Götz N’Moritz“. Fazit am Festende: Ein voller Erfolg, rundum zufriedene Gäste und eine hervorragende Stimmung. Und die Höhn’s sind sich sicher: „Dieser letzter Winterzauber wird vielen noch lange in guter Erinnerung bleiben und Gesprächsstoff bei ihren Kunden von Partyservice und Zeltverleih sein.“