Berufsorientierung auf Augenhöhe – Rund 60 Aussteller und 600 Schüler bei Waldkircher Job-Start-Börse
Waldkirch/Region (db). Die fünfte von insgesamt sieben Jobstartbörsen fand letzte Woche mit rund 60 Unternehmen und Aussellern mit viel Erfolg in der Stadthalle statt.
Keine Frage, die Job-Start-Börsen haben sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten als wichtige Anlaufstelle für Jugendliche etabliert, die Orientierung für ihren beruflichen Weg suchen. Die Messe zeigte ein breites Spektrum an Berufen. Auch in Waldkirch wurden über 150 Ausbildungsberufe und 47 duale Studiengänge präsentiert. Über 600 Schüler ab der Klassenstufe 8, von Schulen aus dem gesamten Zweitälerland sowie aus Denzlingen und Gundelfingen, nutzen am zweiten Messetag die Möglichkeit, sich aus erster Hand und auf Augenhöhe über Chancen und Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt zu informieren. Organisiert wurde die Job-Start-Börse federführend von BZ.medien und der AOK Südlicher Oberrhein, in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit, FWTM, Handwerkskammer Freiburg, IHK-Südlicher-Oberrhein sowie der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau. Im Mittelpunkt stand auch die völlig neu konzipierte und erweiterte Website www.jobstartboerse.de, welche von den Schulabgängern rege genutzt wurde.
Persönlicher Kontakt
Schirmherr OB Michael Schmieder danke allen Beteiligten und brach hinsichtlich der kontrovers diskutierten KI-Problematik eine Lanze für den persönlichen Kontakt Face-to Face. Waldkirch habe über 300 Betriebe mit mehr als drei Beschäftigte und sogar ein Einpendler-Plus von über 300 Menschen. Hinsichtlich der Berufsorientierung riet er eher zu der Devise: „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“. Will heißen, zuerst eine Ausbildung oder einen dualen Studiengang und dann die Reise ins Ausland. Auch die Stadtverwaltung sei mit einem eigenen Stand vertreten. Vor allem bei den Kitas, im Forst und im Schwimmbad sei man händeringend auf der Suche nach Personal, so der OB.
Vielfältige Veränderungen
Die Berufsorientierung habe sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten grundlegend verändert, befand Corinna Binninger (Leiterin AOK-Kunden-Center Waldkirch). Sie wies u.a. auf den immensen Personal- und Fachkräftemangel und die KI-Problematik (u.a. Wegfall von Arbeitsplätzen) hin. Beide lobten das hervorragende Miteinander zwischen Stadt und den Veranstaltern. Julia Schwab (BZ.medien) stellte die Konzeption kurz vor und betonte die hohe Qualität der Messestände. Schulabgänger, Eltern und Firmen würden sich bei der Job-Start-Börse auf Augenhöhe begegnen. Sehr viele Ausbildungsplätze und Praktikumsplätze seien über und durch die Börse in den letzten Jahren vermittelt worden. Von den rund 60 Ausstellern seien etwa fünf bis zehn Prozent neu dabei, so Schwab. Anna Melchior (Agentur für Arbeit) bat die Betriebe, gerade in schwierigen Zeiten der (globalen) Veränderungen und trotz vieler Herausforderungen, weiter auszubilden. Sie lobte die Konzeption der Börsen und machte auf die Wichtigkeit solcher Veranstaltung zur Berufsorientierung aufmerksam.
Vor dem Hintergrund des steigenden Fachkräftebedarfs und des massiven Personalmangels in fast allen Bereichen, leiste die Veranstaltungsreihe einen wichtigen Beitrag zur Vernetzung von jungen Talenten und regionalen Arbeitgebern, kommentierten die Veranstalter unisono.
