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Erster Kandidat steht fest: Martin Klomfaß will Malterdingens neuer Bürgermeister werden

Am 5. Juli findet in der Gemeinde Malterdingen die Bürgermeisterwahl statt. Amtsinhaber Hartwig Bußhardt tritt nach 32 Jahren in den Ruhestand. Seit Montagnachmittag steht fest, dass sich Hauptamtsleiter Martin Klomfaß auf den Posten bewerben wird.

Vier Wochen vor dem Start des Bewerbungszeitraums hat der 46-jährige parteilose Oberamtsrat in einem Schreiben an die Presse seine Kandidatur bekanntgegeben. Damit bestätigte Klomfaß das, womit viele Menschen in Malterdingen bereits gerechnet hatten. In den letzten Wochen wurde im Zusammenhang mit der Nachfolge von Noch-Rathauschef Hartwig Bußhardt von vielen Seiten immer wieder sein Name genannt.

Klomfaß ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt mit seiner Familie in Herbolzheim. Seine Leidenschaft gilt dem Fußball. Im Bereich Verwaltung verfügt er über viel Erfahrung. Nach seiner Ausbildung im Verwaltungsdienst und mehreren Tätigkeiten in unterschiedlichen Ämtern in Mahlberg, Herbolzheim, Breisach und Malterdingen absolvierte er von 2011 bis 2013 berufsbegleitend den zweijährigen Fortbildungslehrgang zum Verwaltungsfachwirt.

Als solcher arbeitete Klomfaß zunächst sieben Jahre lang als stellvertretender Bauamtsleiter bei der Stadt Herbolzheim. Anschließend kehrte er 2021 als Hauptamtsleiter zur Gemeinde Malterdingen zurück. In seinem Schreiben verweist er einerseits auf seine “Erfahrung in leitenden Funktionen”, anderseits kenne er nach insgesamt 16 Jahren in Malterdingen “die anstehenden Themen und Herausforderungen sehr genau”. Als auswärtiger Bewerber, der in der unmittelbaren Umgebung verwurzelt ist, bringe er eine teils differenzierte Sicht auf aktuelle Themen in Malterdingen mit ein.

Klomfaß beschreibt seine Kandidatur als “logische Konsequenz meiner bisherigen Verwaltungslaufbahn”. Der Wunsch, in einer nahen Gemeinde Bürgermeister zu werden, bestehe seit längerer Zeit. Deshalb sei er 2024 bei der Wahl in Kenzingen angetreten. Klar sei ihm gewesen, dass ein möglicher zweiter Versuch für ihn nur in Malterdingen (“mittlerweile zweite Heimat”) in Frage komme. Die Kontaktaufnahme seitens der Malterdingen Bürgerinnen und Bürger sowie Gespräche mit den Gemeinderatsfraktionen hätten ihn darin “bestärkt”.

In den kommenden Wochen möchte Klomfaß den Kontakt mit der Bürgerschaft suchen und die ihnen wichtigen Anliegen, Themen und Anregungen für eine nachhaltige Entwicklung der Gemeinde Malterdingen aufgreifen. Im Falle einer erfolgreichen Wahl wolle er diese “mit Tatkraft gemeinsam gestalten und umsetzen”. Das Augenmerk lege er auf die Haushaltskonsolidierung der hochverschuldeten Gemeinde (“Mammutaufgabe”) sowie der Stärkung der Bildungseinrichtungen, der Förderung des ehrenamtlichen Engagements, der Fortsetzung der Digitalisierung der Verwaltung und der Festigung des Gewerbestandorts.

Text: Daniel Gorzalka / Foto: Ulrich Grafmüller