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Pavillons, Campingstühle, Planschbecken: Beim Mundinger Volleyballturnier herrschte wieder Festivalatmosphäre

Sonntagmittag gegen 12 Uhr vor der Neumattenhalle. Aus den Boxen dringt „Like A Rolling Stone“ von Bob Dylan. Auf drei Sandplätzen wird Beachvolleyball gespielt. Um die Felder herum steht ein großes Bewirtungszelt. Zudem haben die 30 teilnehmenden Teams ihre eigenen Pavillons mitgebracht.

Als Besucher kommt man sich vor wie auf einem Festival. Statt musiziert und getanzt wird gebaggert, gepritscht und geschmettert. Unter ihren Pavillons warten die Teilnehmer chillend auf die nächste Partie. Die Zeit vertreiben sie sich mit Zuschauen, lockeren Gesprächen, kühlen Getränken und ihrer Bluetooth-Box. Manche kühlen sich im selbstmitgebrachten Planschbecken ab. So heiß ist es jedoch gar nicht. Bei Sonne und angenehmen 29 Grad spielen immer sechs Teams gleichzeitig um Punkte. Dabei tragen sie selbstgestaltete bunte Trikots.
Seit Anfang der 90er veranstaltet die VSG Mundingen ihr Sommerturnier. Die Premiere fand noch in der Halle statt. Doch schon im Jahr darauf zog der Verein damit raus auf den Rasen. Mit selbst herbeigeholtem Sand schütteten die Mitglieder extra zwei Beachvolleyballplätze auf. Das Konzept schlug ein. Schon nach wenigen Jahren war das Turnier auf Sand nicht mehr wegzudenken. Auch an der 36. Auflage am Wochenende nahmen wieder 30 Teams teil. Interessant: viele davon machen schon seit Jahrzehnten mit.
Bereits am Samstagmorgen schlugen die ersten Mannschaften neben den Sandplätzen ihr Lager auf. Auf die Vorrunde mit insgesamt 135 Partien folgte am Abend eine Sommerparty im Festzelt. Neben leckerem Essen – darunter die legendären Schnitzel- und Falafel-Boxen – verbreichte die 70-köpfige Helferschar den Gästen jede Menge „Gute Laune“-Drinks. Bei Musik und herrlichen Nachttemperaturen war die Stimmung prächtig und die Verweildauer lange.
Viel Zeit zum Schlafen war nicht. Schon am späten Sonntagvormittag startete das Turnier in die entscheidende Phase. Über die Zwischenrunde, die aus 57 Partien bestand, qualifizierten sich vier Teams für die beiden Halbfinalspiele. Die beiden Verlierer, nämlich „D’Schmäderer“ (4.) und „Sackgasse“ (3.) trugen das Spiel um Platz drei aus. Das große Finale bestritten diesmal „Netzroller Deluxe“ und „Herr Hongos Team“, wovon letzteres den Pokal holte.
„Für die Jungs in den gelben Jerseys ist es nicht das erste Mal, das sie am Ende ganz oben stehen“, sagte der VSG-Vorsitzende Heiko Kölblin am späten Sonntagnachmittag bei der Siegerehrung. Gemeinsam mit Volker Höldtke und Stephanie Kühn organisierte er das Turnier federführend. Das sportliche Niveau habe gestimmt. Noch wichtiger sei jedoch, dass auch die Stimmung gepasst habe. Bei Sonnenschein und 30 Grad habe das Volleyballspielen Freude bereitet. Sowohl unter den Teams als auch unter den Helfern sei die Laune großartig gewesen.
Text und Fotos: Daniel Gorzalka