Rees Sanitär und Baublechnerei Dörr sind „Handwerksunternehmen des Jahres 2026“
„Handwerksunternehmen des Jahres“ ist nicht irgendein Titel. Nur einmal im Jahr wird er von der Handwerkskammer Freiburg für herausragende Leistungen verliehen. Im Landkreis Emmendingen haben diesmal zwei Firmen das Prädikat erhalten. Bemerkenswert: Beide sind in der Gemeinde Teningen zuhause.
Baublechnerei Dörr
Als „Handwerksunternehmen des Jahres 2026 im Landkreis Emmendingen“ zeichnete die Kammer die Baublechnerei Mathias Dörr aus. Der 1998 gegründete Familienbetrieb aus dem Ortsteil Nimburg widmet sich drei Aufgabenbereichen – nämlich der Baublechnerei, den Flachdachabdichtungen und der Fertigung von Kantteilen. Seit acht Jahren unterhält die Firma, die mittlerweile 50 Mitarbeiter beschäftigt, zudem einen Online-Shop. Per Konfigurator kann man sich sein eigenes Wunschblech gestalten und fertigen lassen.
„Ausgezeichnet wird die Firma Dörr für ihre hohe Innovationskraft, eine konsequent umgesetzte Digitalisierung sowie ihr umfassendes Engagement bei der Fachkräftesicherung, im Umwelt- und Klimaschutz sowie im gesellschaftlichen Leben der Region“, sagte Christof Burger, Präsident der Handwerkskammer, bei der Preisübergabe am Mittwochnachmittag in der „Hall Of Blech“. Neben der Urkunde gab es eine Trophäe aus Glas sowie einen USB-Stick mit Firmenvideo und digitalem Siegel „Handwerksunternehmen des Jahres 2026“.
Den Preis nahm Mathias Dörr gemeinsam mit den beiden neuen Geschäftsführer Dennis Dörr und Christof Lay entgegen. Zum 1. Januar 2026 hatte der Firmengründer die Leitung des Familienunternehmens an die beiden Nachwuchskräfte übergeben. „Zum Erfolg gehören Niederlagen, aus denen man die richtigen Schlüsse zieht – und es braucht auch ein Quäntchen Glück“, sagte Dörr. Mit 60 Jahren fühle er sich als „Glückspilz“. Die Verantwortung für die Firma gebe er ab, dennoch werde er weiter mitwirken.
Bei der Verleihung anwesend waren hochkarätige Gratulanten. Neben der Preisjury, die aus Mitgliedern der Handwerkskammer und dem Kreis-Wirtschaftsförderer Michael Voigt bestand, kamen Landrat Hanno Hurth, Kreishandwerksmeister Martin Schubnell, der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Fechner und Teningens Bürgermeister Berthold Schuler. „Ihr Betrieb steht für gelebten Familiengeist, für Innovationskraft und für Verantwortung gegenüber Mitarbeitenden, Umwelt und Gesellschaft. Sie zeigen eindrucksvoll, dass Handwerk nicht nur wirtschaftlich erfolgreich, sondern auch menschlich und zukunftsorientiert sein kann“, sagte das Gemeindeoberhaupt.
Rees Sanitär- und Heizungsanlagen
Zwei Stunden zuvor besuchte dieselbe Delegation den Ortsteil Köndringen. Dort übergab Christof Burger der Firma Rees Sanitär- und Heizungsanlagen den diesjährigen Sonderpreis „Stark im Ehrenamt“. Somit darf sich eine zweite Firma aus der Gemeinde als „Handwerksunternehmen des Jahres 2026“ bezeichnen. 1985 hatte Dieter Rees die Firma übernommen und sukzessive weiterentwickelt. Mit 60 Beschäftigten zählt sie innerhalb des Landkreises heute zu den größten der Branche. Seit 2023 wird die Firma von Sohn Andreas Rees geführt.
„Der persönliche Einsatz von Handwerkerinnen und Handwerkern geht oft weit über den eigenen Betrieb hinaus“, sagte Burger. Die Firma Rees zeige dies „beispielhaft und in besonderer Weise“. Der Präsident nannte zum einen den ehrenamtlichen Einsatz innerhalb der SHK-Innung im Landkreis Emmendingen. Von 2008 bis 2018 habe Dieter Rees das Amt des Obermeisters innegehabt. Seit 2025 sei Andreas Rees nun stellvertretender Obermeister. Dazu engagiere sich einer der Monteure der Firma ehrenamtlich im Gesellenprüfungsausschuss.
Zum anderen zielte der Sonderpreis auch auf das gesamtgesellschaftliche Engagement. Dieter Rees ist Ehrenvorsitzender und Gönner des FC Emmendingen, Andreas Rees spielte lange aktiv Fußball und ist heute Jugendcoach. In beiden schlägt ein Herz für die Vereine. Im Sponsoring ist die Firma omnipräsent. Rees wirbt beim EHC Freiburg auf den Helmen, bei Jugendkickern auf Trainingsanzügen und unterstützt Einrichtungen in vielen weiteren Bereichen. Was ebenfalls für gesellschaftliches Engagement steht: bei der Firma Rees arbeiten 13 (!) unterschiedliche Nationen.
Den Preis sowie die Glas-Trophäe und den USB-Stick nahmen Vater und Sohn gemeinsam entgegen. „Die Auszeichnung bedeutet uns als Firma und mir persönlich viel“, sagte Andreas Rees. Das Ehrenamt habe ihn selbst geprägt. Fußball sei auch innerhalb der Familie Rees der Kitt. Der Vater habe „als Betreuer und als Fan immer am Spielfeldrand gestanden, obwohl er bis in die Puppen arbeitete“. Bürgermeister Berthold Schuler ging darauf ein: „Sie zeigen, dass wirtschaftlicher Erfolg und Verantwortung für die Gemeinschaft untrennbar zusammengehören“. Daniel Gorzalka

