„S’goht degege“: So wird in Emmendingen und in den Stadtteilen die Fasnet 2026 gefeiert
Das Jahr ist noch jung und die Narren stehen bereits aufgeregt in den Startlöchern, denn die diesjĂ€hrige Kampagne ist kurz. Nichtsdestotrotz lockt in der GroĂen Kreisstadt ein buntes, nĂ€rrisches und breit gefĂ€chertes Programm mit rund anderthalb Dutzend Veranstaltungen fĂŒr Jung und Alt. Beim PressegesprĂ€ch wurden die einzelnen Termine vorgestellt.
Die Kampagne beginnt am 7. Februar mit dem Zunftabend des Narrenrats Blau-WeiĂ in der Altdorfhalle in Kollmarsreute. Blau-WeiĂ-PrĂ€sident Gerhard âOssiâ Oswald freuts sich auf einen verheiĂungsvollen Auftakt. Beim Blau-WeiĂ-Kinderball am Fasnetssamstag (u.a. Tombola, KostĂŒmprĂ€mierung, Kindertanzgruppen), bei dem die Steinhalle wieder aus den NĂ€hten platzen wird, sollen bewusst leisere Töne angeschlagen werden. âWir haben diesmal keine Guggenmusik eingeladenâ, so Oswald. Am Schmutzige Dunschdig, 12. Februar, werden die nĂ€rrischen Tage in der Kernstadt und in den Ortschaften Windenreute, Wasser und Mundingen mit dem Narrenbaumstellen und HemdglunkerumzĂŒgen eingelĂ€utet. In Kollmarsreute befreien die heimischen âKrabbenâ die SchĂŒler, besuchen den Kindergarten und das Seniorenzentrum. In Emmendingen wird das Rathaus von Kindergartenkindern gestĂŒrmt, im Kindernarrendorf auf dem Schlossplatz wird bei der Kinderdisco fröhlich weitergefeiert, bevor es spĂ€ter zum Kinder-Glunkiumzug geht. Auch der abendliche Hemdglunkerumzug beginnt im Narrendorf. Von dort geht`s ĂŒber die Landvogtei zum Marktplatz zur MachtĂŒbernahme am Alten Rathaus und wieder zurĂŒck auf die Schlosswiese, wo der Narrenbaum mit vereinten KrĂ€ften aufgestellt wird.
Traditionelle Fasnet in Ortschaften
Bei der Wirtschaftsfasnet am Fasnetsfreitag, 13. Februar, wird ohne HĂ€s gefeiert. Schon jetzt darf man sich auf die fantasievollen KostĂŒmierungen der ZĂŒnfte und Teilnehmer freuen. Der nĂ€rrische Streifzug durch die Innenstadt beginnt beim MarkgrafenstĂŒble und endet in der Gastronomie âDie 3 Königlichenâ (KostĂŒmprĂ€mierung). Auch im SchĂŒtzenhaus in Windenreute steppt am Fasnetsfreitag der BĂ€r. Dort lockt eine ursprĂŒngliche, traditionelle Fasnet mit viel Lokalkolorit. Schon am Nachmittag lĂ€dt die Krabbenzunft zum Kinderball in die heimische Altdorfhalle ein. Beim Blau-WeiĂ-Kinderball am Fasnetssamstag können die Kids dann tags darauf weiterfeiern. Am Fasnetssamstag, 14. Februar, begeht die Mundinger Dorffasnet in der Neumattenhalle ihr 40-jĂ€hriges Bestehen mit einem bunten nĂ€rrischen Abend und einer anschlieĂenden JubilĂ€umsparty. Beim ökumenischen Gottesdienst in der katholischen Kirche St. Bonifatius können sich die Narren am Fasnachtssonntag, 15. Februar, auf den Umzug einstimmen. Neben Stadtpfarrer Herbert Rochlitz wird auch dessen neuer evangelischer Kollege Gero Albert erstmals âin der BĂŒttâ erwartet.
Umzug, Bockschoppen und mehr
Absolutes Highlight der Emmendinger Fasnet ist natĂŒrlich der groĂe Fasnachtsumzug unter FederfĂŒhrung der Fellteyfel am Sonntag. Dazu werden 85 ZĂŒnfte, Musik- und Wagenbaugruppen mit rund 2.500 Teilnehmenden aus nah und fern erwartet, die sich auf der bekannten Umzugsstrecke durch die Innenstadt schlĂ€ngeln werden. Das Organisationsteam um Umzugsleiter Danny Lipp, das im FrĂŒhjahr 2025 mit den Planungen begann freut sich auf das riesige nĂ€rrische Spektakel. Am Rosenmontag, 16. Februar, steht mit dem 136. EFG-BockfrĂŒhschoppen der nĂ€chste Höhepunkt an. Die Steinhalle wird zur nĂ€rrischen MĂ€nnerbastion. Getreu dem Motto âBockbier, BĂŒtten und Ballettâ verspricht EFG-PrĂ€sident Marcel Geisert den GĂ€sten ein attraktives Programm mit einigen Ăberraschungsauftritten. Im Rahmen der Veranstaltung wird auch das nĂ€rrische JubilĂ€um 6 x 11 Jahre EFG gefeiert. Mit der Kinderfasnet in Mundingen am Fasnetsdienstag, 17. Februar, und der After-Fasnetsparty der Glimpenheimer Elmetritsche am 21. Februar in der Elzhalle Wasser finden die nĂ€rrischen AktivitĂ€ten in der GroĂen Kreisstadt dann ein Ende. Auch die âHanseleâ, die Ă€lteste Emmendinger Zunft, begehen ein nĂ€rrisches JubilĂ€um (8 x 11 Jahre). âToll, dass bei uns auch die Ortschaften eigenstĂ€ndige ZĂŒnfte habenâ, freute sich Schirmherr OB Stefan Schlatterer. Sonja Schneider, Abteilungsleiterin Kultur, Freizeit und Vereine lobte das professionelle Engagement der ZĂŒnfte und Narrenmeister Alexander Maier von der Gemeinschaft Emmendinger Fasnet (GEF) betonte die gute Zusammenarbeit mit der Stadt. Thomas Gaess
