Ehrungsreigen krönte die Versammlung
Ettenheimweiler (olb). Zur Hauptversammlung der Feuerwehr Ettenheim konnte Kommandant Christian Mösch Stadträte, Ortsvorsteherinnen, den Vertreter der Polizei, des DRK und Kameraden benachbarter Wehren im Vereinshaus Ettenheimweiler begrüßen.
Die Leitung der Gesamtwehr ist im Januar 2025 vom langjährigen Kommandanten Jürgen Rauer auf Kommenadant Christian Mösch übergegangen, wie dieser in seinem Tätigkeitsbericht ausführte. Lukas Schaudel wurde zum stellvertretenden Kommandanten gewählt. Auch in den Abteilungen 1 für Ettenheim und Altdorf, in der Abteilung 3 für den Ortsteil Wallburg und der Abteilung 4 für Münchweier hat jeweils ein Wechsel in der Leitung stattgefunden.
Frank Spitznagel führt nun die Abteilung 1 mit seinem Stellvertreter Sebastian Kirnberger, August Rehm die Abteilung 3 zusammen mit Harald Siefert und Mike Brüggert mit seinem Stellvertreter Stephan Hetzel die Abteilung 4.
Weitere Verbesserungen
bei der Feuerwehr Neben den personellen Veränderungen habe es auch eine Umstellung in der Fahrzeugbesetzung Wallburg gegeben. Bis zum Jahresende 2026 soll auch das LF 10 für die Abteilung Ettenheim-Altdorf zur Verfügung stehen. Mösch berichtete von weiteren Verbesserungen durch zwei Tragkraftspritzen. Seit August 2025 funkt die Wehr mit bester Sprachqualität nunmehr auch digital, die analogen Funkgeräte werden bis zu einem offiziellen Abschalttermin parallel genutzt.
Die Raumschaftsübung im vergangenen Oktober mit den Wehren aus Ringsheim und Rust sei erfolgreich verlaufen, der neue Führungstrupp „Ortenau-Süd“ offiziell beschlossen. Je zwei Führungskräfte der beteiligten Wehren aus Ettenheim, Ringsheim, Kippenheim und Mahlberg werden künftig im Rahmen der Überlandhilfe bei Schadensereignissen die Kräfte bündeln und optimieren: „Ein richtiger und wichtiger Schritt für die Feuerwehr Ettenheim“, so der Kommandant.
Blick in die Statistik 124 Einsätze habe es im Jahr 2025 gegeben, die Wehr sei dabei mit 795 Stunden im Einsatz gewesen, unter anderem bei Lkw-Unfällen auf der Autobahn, bei Paralleleinsätzen in Kappel-Grafenhausen, Ettenheimmünster und Ettenheimweiler. Mösch dankte den Betreuern bei den Löschzwergen und der Jugendfeuerwehr mit 57 Jugendlichen zwischen zehn und 17 Jahren. Daneben habe ein großer Augenmerk auf der Ausbildung gelegen, bei der Grundausbildung, bei einem Lehrgang für Zugführer, einem Sprechfunk-Lehrgang und bei der Heißausbildung in Eschbach und mit der Brandübungsanlage der EnBW. Im Januar 2026 erwarte die Wehr erste Ergebnisse aus der Erstellung des Bedarfsplans.
An den Leistungsabnahmen der Feuerwehren des Ortenaukreises haben zwei Gruppen erfolgreich teilgenommen. Ausbildungsobmann Christian Krieg berichtete von einer hohen Ausbildungsbereitschaft, von erfolgreichen Lehrgängen und personeller Weiterentwicklung, mittlerweile stehen zehn Ausbilder der Feuerwehr zur Verfügung, was seit 2020 eine Verdoppelung der Kapazität darstelle.
Bericht der Jugendwehr Für die Jugendfeuerwehr berichtete Marcel Vetter vom Verteilen der Gelben Säcke zur Aufbesserung der Jugendkasse, von umfangreichen Proben und einer Schauübung, der traditionellen Waldputzete und der Teilnahme am Berufsfeuerwehrtag im September. Das Betreuerteam bestehe aus über 20 Personen.
Kassenwart Alexander Hanke konnte von einer guten Kassenlage der Gesamtwehr und auch der Jugendfeuerwehr berichten, die Versammlung folgte dem Vorschlag der Kassenprüfer Andreas Hösel und Stefan Burg zu Entlastung des Vorstands einstimmig.
Bürgermeister Bruno Metz dankte der Wehr und der neuen Führung für deren Einsatz, zeigte seine Anerkennung gegenüber der Altersabteilung und freute sich angesichts des großen Zukunftspotenzials bei der Jugendfeuerwehr. Der beschlossene Führungstrupp trage künftig wesentlich zur Stärkung der südlichen Ortenau bei. Der Ausrückbereich in Münchweier solle bis 2029/30 neu aufgestellt werden, die Standortfrage für ein neues Gebäude müsse bis dahin geklärt werden. Allen Feuerwehrleuten wünschte er verletzungsfreie Einsätze im Jahr 2026.
Jürgen Rauer gewürdigt Die weiteren Tätigkeitsberichte aus den Abteilungen lagen der Versammlung in schriftlicher Form vor. Mit einem besonderen Dank im Namen der Mannschaft verabschiedete Christian Mösch den langjährigen Kommandanten Jürgen Rauer aus dem Amt. Der Zusammenschluss der Wehren aus Ettenheim und Altdorf, der erfolgreiche Bau des Rettungszentrums und die Führung und Leitung der Wehr über 15 Jahre habe eine ganz besondere Herausforderung dargestellt.
Ernennungen: zum FW-Anwärter: Mika Dittmer, Fabian Hermann, Yannis Kunz, Enrico Vollmer, Adrian Goth; zum FW-Mann: Erik Böttcher; zum Oberfeuerwehrmann: Moritz Andlauer, Gerrit Böhler, Nils Fleig, Harry Krüger, Manuel Obergföll, Leon Wirth, Manuel Wirtner, Caroline Ohnemus, Stefan Hunn, Martin Schmied, Bastian Hezel; zum Hauptfeuerwehrmann: Steven Hermle, Alexander Kreusch, Marc Riether, Daniel Ulrich; zum Löschmeister: Fabian Kirnberger, Alexander Hanke; zum Oberlöschmeister: Dino Himmelsbach; zum Brandmeister Mike Brüggert.
Ehrungen: (Ehrungen des Landes Baden-Württemberg durch Jan Streibelt, stellvertretender Kreisverbandsvorsitzender Ortenaukreis) für 15 Jahre Dienstzeit Ehrenzeichen in Bronze für Christian Ruf, Johannes Jäger, Michael Nopper, Michael Henninger, Yannick Hösel. Für 25 Jahre Ehrenzeichen in Silber (Ehrung des Landes) für Tobias Schaub, Florian Bühler, Andreas Hummel, Alexander Jäger, Christian Krieg. Für 40 Jahre Dienstzeit Ehrenzeichen in Gold (Ehrung des Landes) für Joachim Hunn, Harald Kunz, Bernhardt Rehm, Martin Wirtner. In Abwesenheit wurde durch die Stadt für 60-jährige Dienstzeit Roland Werber geehrt (Ehrung der Stadt durch Bruno Metz).
