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„Ein unglaublich wichtiger Tag“

Einweihungsfeier der Alemannen-Realschule Müllheim nach Abschluss der Generalsanierung

Müllheim. Mit einem Beitrag der Klassen 5a und 6a begann die Einweihungsfeier der Alemannen-Realschule Müllheim nach abgeschlossener Generalsanierung. Bürgermeister Martin Löffler eröffnete die Veranstaltung offiziell und sprach von einem „unglaublich wichtigen Tag für Müllheim und das Umland“, da das langjährige Bauprojekt nun endlich abgeschlossen sei. „Manche der jetzigen Schüler waren noch nicht mal geboren, als wir mit der Sanierung begonnen haben“, fügte er schmunzelnd hinzu.

Die Sanierung hatte 2018 ursprünglich mit einem Förderantrag wegen Brandschutzproblemen begonnen. Nach den ersten Sofortmaßnahmen 2019 entwickelte sie sich jedoch rasch zu einer Generalsanierung. Immer wieder sorgten neue Kostenschätzungen im zweistelligen Millionenbereich für Diskussionen, zeitweise wurde auch ein Neubau erwogen. Löffler betonte jedoch: „Es war die richtige Entscheidung, zu sanieren.“

2020 lag die erste belastbare Kostenberechnung bei rund 28 Millionen Euro. In 26 Bauabschnitten wurde die Schule von 2021 bis 2026 bei laufendem Betrieb saniert – unterstützt durch zusätzliche angemietete und später übernommene Klassenzimmer. Löffler sprach von einer „logistischen Meisterleistung“.

Finanzierung aus Fördermitteln, Steuergeldern und Nachbargemeinden

Am Ende lagen die Gesamtkosten inklusive digitaler Ausstattung bei rund 25 Millionen Euro, etwa zehn Prozent unter der Prognose. Damit handelt es sich dennoch um die größte Einzelinvestition der Stadt in eine Bildungseinrichtung seit Jahrzehnten. Rund sieben Millionen Euro kamen aus Fördermitteln, der verbleibende Anteil von 18 Millionen Euro aus kommunalen Mitteln. Da viele Schülerinnen und Schüler aus dem Umland stammen, sollen auch die Nachbargemeinden finanziell eingebunden werden. Entsprechende Gespräche liefen laut Löffler konstruktiv.

Löffler dankte allen Beteiligten, insbesondere Schulleitung, Kollegium sowie Hausmeistern, Planung und Bauleitung. „Fünf Jahre Baustelle muss man erstmal aushalten“, so sein Fazit.

„Eine große Belastung“

Auch Rektor Amadeus Saier betonte die große Belastung während der Bauzeit, freute sich aber über das nun moderne Lernumfeld mit neuen Ganztagsräumen und Aula. Die Einbindung von Schülerinnen und Schülern sowie Kollegium habe eine wichtige Rolle gespielt.

Rektor Amadeus Saier auf der Bühne.
Rektor Amadeus Saier bei seiner Rede (Foto: rfr).

Saier hob das Schulmotto „zusammen leben lernen“ hervor, das sich auch im Sanierungsprozess widerspiegele: Nur durch Zusammenarbeit und Rücksicht vieler Beteiligter sei das Projekt gelungen. Er dankte Schulgemeinschaft, Sekretariat und Kollegium für ihre Unterstützung und ihr Engagement im Sinne der Schülerinnen und Schüler.

Zum Abschluss erinnerte er an die „Athener Eulen der Weisheit“ an den Türgriffen, ein Symbol für Wissen, Verantwortung und Gemeinschaft. Ihr Erhalt zeige, dass sich Gebäude verändern, grundlegende Werte aber bleiben. Die sanierten Räume böten nun beste Voraussetzungen, dieses Leitbild weiter zu leben.

Nach einem Auftritt der Tanz-AG, ein paar Worten vom verantwortlichen Architekt Mario Eggen und Überraschungsredner Wolfgang Schuhmann sowie der symbolischen Schlüsselübergabe (siehe Foto) spielte dann noch die Lehrerband mit Rektor Saier am Keyboard. Auch wenn sich alle rundum zufrieden mit dem Ergebnis der Sanierung zeigten, äußerte Lehrer, Sänger und Akkordeonist Bernd Wider noch eine letzte Bitte: „Jetzt fehlt nur noch funktionierendes Internet!“ Rebecca Fritz

Lehrerband aus 5 Mitgliedern
Die Lehrerband mit Rektor Amadeus Saier (Keyboard) und Bernd Wider (Akkordeon und Gesang) (Foto: rfr).